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Bitcoin auf Erholungskurs: Geht es wieder nach oben, Herr Sandner?

Bitcoin auf Erholungskurs: Geht es wieder nach oben, Herr Sandner?
23.01.2018 04:32:00

Nach dem Crash in der vergangenen Woche hat sich die Kryptowährung Bitcoin wieder stabilisiert. Dem Branchendienst CoinMarketCap.com zufolge kostet ein virtueller Taler derzeit rund 11.800 US-Dollar. Auch die sogenannten "Altcoins", alternative Cyberdevisen wie Ethereum oder Ripple, haben sich von ihrer Talfahrt wieder erholt. Philipp Sandner vom Frankfurt School Blockchain Center über die Gründe für den jüngsten Absturz und die Aussichten für 2018. Von Floriana Hofmann

BÖRSE ONLINE: Der Kurs des Bitcoin hat sich am Donnerstag nach dem Kurssturz der vergangenen Tage wieder stabilisiert. Warum?


Philipp Sandner: Mit der Blockchain-Technologie handelt es sich um eine Schlüsseltechnologie für die kommenden zehn bis 20 Jahre. Diese wird maßgeblich auch durch den Bereich der Kryptowährungen getrieben, wobei das Wort Kryptowährungen nicht korrekt ist. Vielmehr muss man von Crypto Assets sprechen, mutmaßlich eine komplett neue Asset-Klasse. Die Investoren reagierten sehr nervös auf Ankündigungen bzgl. der Regulierung. Regulierung ist hier wichtig, da es teils zugeht wie im "Wilden Westen". Auch wenn Regulierung die Attraktivität kurzfristig beeinträchtigt, so ist diese wichtig für die Professionalisierung des gesamten Bereichs.


Vom Rekordhoch von Mitte Dezember bei rund 20.000 US-Dollar hat der Bitcoin mittlerweile rund die Hälfte wieder abgegeben. War das der von vielen prophezeite Crash oder nur eine Korrektur, die zum Einstieg lockt?


In der Tat handelt es sich meines Erachtens um eine Korrektur infolge des sehr starken Anstiegs. Weitere regulatorische Schritte werden mit Sicherheit folgen, so dass dies nicht die letzte Korrektur war. Aber dennoch verspricht der gesamte Krypto-Bereich viel Potenzial, so dass sich die Preise zügig stabilisieren konnten.
Ob dies eine Einladung für einen Einstieg ist, muss jeder selbst beurteilen. Auf der einen Seite ist das Potenzial der Technologie anerkannt; auf der anderen Seite warnt beispielsweise die Deutsche Bundesbank zurecht vor Crypto Assets. Wichtig ist, dass man sich vor einem Investment intensiv mit der Technologie beschäftigt, den investiertes Geld kann aufgrund von Hackerangriffen oder Computerviren über nach verschwunden sein.

Was würde es für Bitcoin und die sogenannten Altcoins bedeuten, wenn Südkorea, China und Co. mit den Regulierungsvorhaben Ernst machen und sogar Verbote durchsetzen würden?


Das wäre sicherlich ein herber Rückschlag und doch ist meines Erachtens nicht mit einem kompletten Verbot zu rechnen. Bitcoin hat technologisch gewisse Schwächen, wie etwa an dem massiven Stromverbrauch zu erkennen ist. Aber Ansätze wie Ethereum versprechen weiterhin sehr interessant zu sein, da es sich um eine institutionelle Technologie handelt, die zum Beispiel auch breiten Einsatz in Entwicklungsländern haben könnte.

Auf Seite 2: Wie geht es bei Bitcoin, Ripple und Co. weiter?



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Bildquelle: BÖRSE ONLINE

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