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Bitcoin fällt auf tiefsten Stand seit Juli 2021 - Zinsangst schockt Anleger

Bitcoin fällt auf tiefsten Stand seit Juli 2021 - Zinsangst schockt Anleger
09.05.2022 20:15:00

Krypto-Anleger müssen weiterhin starke Nerven mitbringen. Mittlerweile notiert der Bitcoin mit weniger als 33.000 Dollar pro Einheit auf dem tiefsten Stand seit Juli 2021. Damit rückt unmittelbar die psychologische Marke von 30.000 Dollar ins Visier der Anleger, welche als entscheidendes Bollwerk fungieren könnte. Die Zinsangst hat Börsianer dies- und jenseits des Atlantiks voll im Griff.

Bitcoin und Co befinden sich in Sippenhaft mit der Nasdaq


Bitcoin und Co stehen in diesen Stunden auf Messers Schneide. Es droht weiterhin ein gnadenloser Abverkauf.

Da zahlreiche Anleger Krypto Assets in die Schublade der Techwerte einordnen, korrelieren Bitcoin und Co seit geraumer Zeit insbesondere mit Techtiteln, welche sich damit in Sippenhaft der Nasdaq befinden.

Furcht vor raschem Zinsanstieg in den USA - Anleger flüchten aus Krypto Assets


Die Aussicht auf zusehends anziehende Zinsniveaus jenseits des Atlantiks lässt Anleger Bitcoin und Co mit spitzen Fingern anfassen. Die Investoren kehren in Anbetracht steigender Zinsen riskanten Anlageklassen den Rücken zu und halten Ausschau nach festverzinslichen Anlagealternativen.

Fed erhöht wie erwartet die Zinsen - Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel


Die US-Notenbank Fed hat wie erwartet in der vergangenen Woche die Zinsen um 50 Basispunkte erhöht und damit das sogenannte Zinsband auf ein Level von 0,75-1,00 Prozent bewegt. Gleichzeitig schloss Fed-Chef Jerome Powell Zinsschritte im größeren Stil in Höhe von 0,75 Prozentpunkten vorerst aus - Worte, welche Anleger zwischenzeitlich aufatmen ließen.

Nun aber dominieren wie bereits in der vergangenen zweiten Wochenhälfte die Zweifel, dass die US-Notenbank Federal Reserve dem derzeitigen Spannungsfeld, bestehend aus einer hartnäckigen Inflation und Rezessionssorgen, nicht gewachsen ist. Zahlreiche institutionelle Anleger behandeln Krypto Assets wie Technologieaktien und werfen diese folgerichtig in turbulenten Marktphasen aus ihren Depots. Gleichzeitig vollzieht sich eine Marktbereinigung auf weiterhin hohem Niveau.

Während große Adressen im großen Stil ihre Positionen glattstellen, stehen viele Privatanleger abermals vor der Frage, ihre Buchverluste auszusitzen oder ihr Handtuch zu werfen.

Veröffentlichung der US-Inflationsdaten dürfte Schatten vorauswerfen


Die zur Wochenmitte anstehende Veröffentlichung der US-Inflationsdaten könnte schon bald ihre Schatten vorauswerfen. Erwartet wird, dass sich die Inflationsdynamik im Jahresmonatsvergleich leicht abschwächen könnte. Damit würden der US-Notenbank Argumente genommen werden, den straffen Zinserhöhungszyklus fortzusetzen.

Der US-Verbraucherpreisindex inklusive der Treiber Energie und Lebensmittel notierte im vergangenen Monat bei 8,5 Prozent und damit so hoch wie seit rund 40 Jahren nicht mehr.

30.000-Dollar-Marke im Blick - weitere Verluste denkbar


Vor diesem Hintergrund herrscht am Markt abermals das Prinzip Vorsicht. Investoren gehen auf Nummer sicher und meiden das Risiko.

Ein deutlicher Rutsch unter die Marke von 33.000 Dollar könnte Börsianer in den Panikmodus versetzen. Spätestens dann sollten sich Anleger auf weitere Abwärtsrisiken einstellen.

Im unruhigen Kielwasser der Kursentwicklung des Bitcoins verlieren folgerichtig auch Werte aus den zweiten und dritten Reihen verstärkt an Wert. Das nach Marktgröße zweitwichtigste Asset Ether (ETH) notiert mittlerweile deutlich unter der Marke von 2.400 Dollar und damit auf dem tiefsten Stand seit Februar. Der Gesamtmarkt, welcher laut dem Branchendienst CoinMarketCap über 19.000 verschiedene Werte umfasst, schrumpft auf eine Marktgröße von rund 1,5 Billionen Dollar zusammen. Anfang April notierte besagter Wert noch über der Marke von 2,17 Billionen Dollar.

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