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Bitcoin vor Einführung in El Salvador bei 52.000 Dollar: Steht ein Kurssprung durch Privatanleger bevor?

Bitcoin vor Einführung in El Salvador bei 52.000 Dollar: Steht ein Kurssprung durch Privatanleger bevor?
07.09.2021 07:04:00

Bitcoin, Ether und Co bleiben weiter gefragt. Mittlerweile notiert der Bitcoin Kurs bei über 51.900 Dollar pro Einheit und damit so hoch wie zuletzt seit Mitte Mai. Für weiteren Rückenwind sorgt die heranrückende Einführung des Bitcoin-Gesetzes in El Salvador. Auch die Aussicht auf weiterhin viel "billiges Geld" durch die US-Fed stützt die Kurse. Von Timo Emden

El Salvador führt Bitcoin am Dienstag als gesetzliches Zahlungsmittel ein - Privatanleger könnten Rally befeuern


Die größte und wichtigste Kryptowährung hat am Sonntag ihre Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen können. Denn der morgige Tag dürfte einen Eintrag in die Geschichtsbücher von Bitcoin und Co erhalten. Drei Monate nach Absegnung des Bitcoin-Gesetzes will El Salvador als erstes Land der Welt die Kryptowährung als Zahlungsmittel in die Praxis einführen. Jeder Händler müsse den Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren, solang dieser technisch dazu in der Lage sei, heißt es. Steuerzahlungen sollen ebenfalls über die Kryptowährung abgewickelt werden können. Ein Startguthaben von 30 US-Dollar bekommt demnach jeder zur freien Verfügung, welcher das Wallet "Chivo" herunterlädt, was rund das Dreifache des durchschnittlichen Tagesdienstes darstellt.

Dies sind ein weiterer Meilenstein und historischer Moment in der Historie von Kryptowährungen. Die Skepsis über die Praxistauglichkeit des Bitcoins als Zahlungsmittel ist für Anleger lediglich Nebensache. Vielmehr geht es um die weitere Etablierung von Bitcoin und Co und den ersten Feldversuch als gesetzliches Geldmittel. Die Einführung ist weiteres Wasser auf die Mühlen der Optimisten.

Nutzer auf Twitter und Reddit wollen am Dienstag massenhaft 30 Dollar in Bitcoin umwandeln


Nutzer des Kurznachrichtendienstes Twitter und der Social-Plattform Reddit haben sich im großen Stil verabredet, am morgigen Dienstag jeweils 30 Dollar in Bitcoin umzuwandeln, um die Praxiseinführung des Bitcoins als gesetzliches Zahlungsmittel im zentralamerikanischen Staat El Salvador zu unterstützen. Die Art und Weise erinnert in diesem Kontext an die jüngsten Kursfeuerwerke um Meme-Coins bzw. Aktien. Ein Short-Squeeze dieser Größenordnung bleibt m.E. weniger wahrscheinlich, zumal der Bitcoin mit fast einer Billion Dollar Marktkapitalisierung mittlerweile schwieriger zu beeinflussen ist.

Aussicht auf weitere Notenbanker-Schützenhilfe stützt Kurse


Unmittelbar nach Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten am Freitagnachmittag konnten Bitcoin und Co weiteren Rückenwind erfahren. Der Stellenzuwachs für den Monat August hatte die Erwartungen rund um den Globus enttäuscht. Die Hoffnung auf eine anhaltende Flut der Liquiditätsschwemmen jenseits des Atlantiks und die damit einhergehende Schwäche des US-Dollar flankiert die jüngste Aufwärtsbewegung.

Die Verschlechterung der Situation am Arbeitsmarkt haben Anleger durchaus mit offenen Armen empfangen. Der US-Notenbank Fed wurden demnach Argumente genommen, ihre ultralockere Geldpolitik früher zu beenden als geplant. Denn die US-Wirtschaft läuft weniger rund als bislang gedacht. Das in der Fachsprache sogenannte "Tapering" bzw. Abschmelzen der Anleihekäufe im monatlichen Umfang von 120 Milliarden Dollar steht aktuell zur Debatte. Ein Abdrehen des berüchtigten Geldhahns dürfte Anleger rund um den Globus verschrecken.

Kryptowährungen gelten vielerorts beliebtes Hedge- und Diversifikationsinstrument. In Anbetracht dessen können Bitcoin und Co einer möglichen Fortsetzung besagter Geldpolitik einen Nährboden finden.

Ethereum knackt 4.000-Dollar-Marke und steigt auf 16-Wochen-Hoch


Anleger stürzen sich nach wie vor verstärkt auf Währungen aus den zweiten und dritten Reihen. Boomende Themen rund um "NFTs" (Non-Fungible Tokens) nebst "DeFi" (Decentralized Finance) bescheren dem Gesamtmarkt zusätzlichen Schub.

Ersteres macht ein Gut via der Blockchain unnachahmlich. Dabei reichen die Praxisanwendungen von Digitaler-Kunst bis hin zu Sammelkarten und virtuellen Welten. Unter dem DeFi-Sektor können bankenähnliche dezentrale Anwendungsfälle verstanden werden, wie etwa die Kreditvergabe. Die Handelsvolumina im NFT-Bereich befanden sich im August weiter auf Rekordhoch.

Anmerkung der Redaktion: Anleger können jetzt mit dem Euro Krypto Maxx-Zertifikat (ISIN DE000LS9RPE9) breit gestreut in die Kryptowelt investieren. Das Euro Krypto Maxx investiert neben ausgewählten Krytowährungen wie Bitcoin oder Ethereum auch in die gesamte Wertschöpfungskette von Kryptowährungen vom Schürfen bis zum Bezahlen. Weitere Details zum Euro Krypto Maxx gibt es bei Wikifolio .

Bitcoin, Ether und Co: So könnte es weitergehen


Die Einführung des Bitcoins als gesetzliches Bezahlmittel in El Savador besitzt durchaus Potenzial, weitere Wellen zu schlagen. Die Eroberung der technischen Marke in Höhe von 52.000 Dollar dürfte weitere Aufwärtsambitionen bis auf 60.000 kreieren.

Die Aufmerksamkeit am Kryptomarkt gehört seit Wochen jedoch Währungen aus den hinteren Reihen, welche in unmittelbaren Zusammenhang mit "NFTs oder "DeFi" stehen. Vor allem die nach Marktgröße zweitwichtigste Währung Ether kann vor diesem Hintergrund verstärkt profitieren, zumal ein Großteil der Anwendungsfälle auf der zugrunde liegenden Blockchain basiert. Im Blick behalten sollten Anleger auch "Morningstars" wie Cardano (ADA) oder Solana (SOL), welche ebenfalls von den boomenden Themen profitieren. Bis auf Weiteres bleibt die Gemengelage zunächst positiv zu bewerten. Regulierungssorgen aus den USA behalten Anleger zwar im Hinterkopf. Diese befinden sich aktuell jedoch aus den Augen und damit aus dem Sinn.

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