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KRYPTOWÄHRUNGEN

Crash beim Bitcoin: Was Anleger wissen sollten

Crash beim Bitcoin: Was Anleger wissen sollten
25.11.2019 13:30:05

Mit jedem Durchbruch wichtiger Widerstandsmarken hat sich der Absturz des Bitcoins beschleunigt. Wann ist der Boden erreicht? Von Gerd Weger

Vor zwei Wochen haben wir hier an dieser Stelle auf die starken Ähnlichkeiten des aktuellen Chartbildes mit dem vor eineinhalb Jahren hingewiesen. Damals (Ende März 2018) wie vor kurzem (Ende Oktober 2019) markierte der Bitcoinpreis ein Death Cross (vgl. Zweijahreschart von Bitcoin unten). Dabei durchbricht die 50-Tagelinie die 200-Tagelinie von oben nach unten, was als sehr bearishes Zeichen gilt. Wie im vorigen Jahr führte der kurzfristige Kursverlauf diese Einschätzung aber zunächst ad absurdum. Denn im vorigen Jahr sprangen die Kurse zwei bis drei Wochen nach Bildung des Death Cross um bis zu 50 Prozent nach oben. Jetzt Ende Oktober sprangen sie sogar am gleichen Tag um bis zu 40 Prozent nach oben. Danach ging der Bitcoinpreis wie im vergangenen Jahr in den Sturzflug. Seit dem im Juni erreichten Hoch hat er immerhin schon die Hälfte seines Wertes verloren.




Wie geht es weiter?

Aktuell spricht viel dafür, dass der Absturz erst in dem Bereich um 6.000 Dollar gestoppt wird. Denn da ist ein großes langfristiges Widerstandsniveau (vgl. Chart). Ein direkter Durchbruch durch dieses Niveau wäre ein sehr schlechtes Zeichen. Wir hatten in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass dann die Gefahr eines schnellen Absturzes bis auf ein Niveau von 4.500 Dollar groß ist. Wenn die oben beschriebene Analogie zur Kursentwicklung vor eineinhalb Jahren weitergeht, wäre dort dann endgültig der Boden erreicht. Interessanterweise ist ein ganz anderer Ansatz vom Analysten Cole Garner derzeit in aller Munde, der zum gleichen Zielpreis kommt. Dabei geht es um ein gerade gebildetes Death Cross von zwei gleitenden Mittelwerten der Hash Rate. In der Vergangenheit war dieses Signal bereits zweimal vor einem anschließenden Bitcoin-Absturz zu beobachten: Kurz nach dem Bitcoin-Halving 2016, als der Kurs kurzfristig um 30 Prozent absackte. Und vor genau einem Jahr, als der Preis von über 6.000 auf fast 3.000 Dollar und damit um 50 Prozent einbrach. Ob sich auch hier die Geschichte wiederholt, werden die nächsten Wochen zeigen.

Konsequenzen für Trader und Investoren

Wie schon häufig erwähnt, können kurzfristige Trends beim Bitcoin über Nacht umgedreht werden. Der Bitcoin ist und bleibt vorläufig hochspekulativ, entsprechend gestalten sich die Preisausschläge. Fällt der Bitcoinpreis jetzt auf ein Niveau um 6.000 Dollar, könnte die Stunde der Trader schlagen. Denn dieser Widerstand ist von anderem Kaliber als der jüngst gebrochene bei 7.500 Dollar und es könnte anschließend zu einem kräftigen Rebound von 30 bis 40 Prozent kommen. Von daher könnten sich Trader hier mit Abstauberlimits zum Beispiel bei 6.100 Dollar auf die Lauer legen. Hält auch dieser große Widerstand nicht, sieht es düster aus. Dann könnten die Preise - wie oben beschrieben - schnell in ein tiefes Jammertal von 4.000 bis 4.500 Dollar abstürzen. Von daher sollten Trader bei einem spekulativen Kauf Stop-Loss-Limits um die 5.700 Dollar legen.

Für längerfristig angelegte strategische Investitionen gilt zwar zunächst die gleiche Einschätzung wie oben, allerdings mit etwas anderen Konsequenzen. Für Anleger, die den Bullrun des Bitcoins in diesem Jahr verpasst haben, wären Niveaus um die 6.000 Dollar ein sehr gutes Niveau zum Einstieg. Bei einem langfristig angelegten Engagement sollte man zum einen aber kein Stop-Loss wie bei einer Tradingposition setzen. Vielmehr würde man hier zum Beispiel nur ein Drittel oder die Hälfte des insgesamt für Bitcoin-Investitionen vorgesehenen Betrages einsetzen, um dann bei einem möglichen weiteren Absturz in den 4000er-Bereich nachzukaufen und dadurch den Durchschnittspreis der Gesamtinvestition zu senken. Diese Strategie erfordert aber erhebliche Disziplin. Der Investor darf sich nicht von eventuellen hektischen Kursbewegungen, einem schlechten Newsflow oder Bitcoin-Untergangspropheten verrückt machen lassen. Das fällt dann oft schwer. Es soll deshalb sogar Anleger geben, die ihren Private Key nicht jederzeit zugänglich lagern sondern zum Beispiel in einem Bankschließfach. Durch die nicht sofortige Verfügbarkeit wird die Schwelle größer, bei einem Crash dann doch emotional mit einem Verkauf der Positionen zu reagieren und so die ursprüngliche langfristige Anlageentscheidung über den Haufen zu werfen. Denn bei strategischen Investitionen zählt nur die langfristige Einschätzung, dass der Bitcoin in den nächsten Jahren ganz erhebliches Potenzial hat.


Bildquelle: BÖRSE ONLINE

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