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KRYPTOWÄHRUNGEN

Ethereum Nummer 1: Deshalb dürfte die Kryptowährung bald steigen

Ethereum Nummer 1: Deshalb dürfte die Kryptowährung bald steigen
12.06.2020 04:50:00

Der zweitgrößte Coin gilt als gesündestes Kryptoprojekt. Er dürfte im nächsten Bitcoin-Bullrun stärker steigen. Von Gerd Weger

Die weitaus überwiegende Zahl der Kryptoanleger konzentriert sich auf den Bitcoin. Es ist nicht abzusehen, dass in den nächsten Jahren irgendeine andere Kryptowährung ihm die unangefochtene Marktführerschaft streitig machen könnte. Wer nicht tiefer in den Kryptomarkt einsteigen, aber trotzdem an dieser völlig neuen Assetklasse partizipieren will, kauft Bitcoin. Denn dieser ist bei einer Marktdominanz von über 65 Prozent weiterhin entscheidend für die Wertentwicklung des gesamten Marktes. Dies wird auch deutlich, wenn man die Marktkapitalisierung der vier nächstgrößten Kryptowährungen betrachtet: Ethereum hat immerhin noch 9,6 Prozent Anteil an der Gesamtmarktkapitalisierung. Bei Ripple und dem Stable Coin Tether sind es nur noch etwas über drei Prozent, bei Bitcoin Cash 1,6 Prozent. Mit Bitcoin und Ethereum zusammen hat man also drei Viertel der Marktkapitalisierung abgedeckt.

Die Funktion als Wertaufewahrungsspeicher ist trotz der großen Preisschwankungen aufgrund der Limitierung unstrittig. Menschen aus allen Ländern haben über das Internet jederzeit Zugrif, der Bitcoin hat sich deshalb weltweit als führende Kryptowährung durchgesetzt. Er hat ähnliche Eigenschaften wie physisches Bargeld, und seine Akzeptanz als Zahlungsmittel schreitet weiter voran. Zumal die internationale Übertragbarkeit völlig problemlos, schnell und billig ist. Beim Vergleich der Assetklassen zeigt sich, dass Bitcoin weitgehend unkorreliert zu den klassischen Finanzmärkten ist.

Bitcoin hat nun eine Historie von mehr als zehn Jahren und steht damit noch am Anfang seiner Entwicklung. Setzt sich der Konsens durch, dass Bitcoin das weltweit führende digitale Wertaufewahrungsmittel ist, wäre das Kurspotenzial trotz der riesigen bisherigen Kurssteigerungen immer noch enorm. Die zunehmend stärkere Digitalisierung aller Lebensbereiche begünstigt die Bitcoin-Verwendung. Das wachsende wirtschaftliche Gewicht der Millennials, die gegenüber digitalen Innovationen und einer digitalen Währung wie Bitcoin aufgeschlossen sind, sollte ein weiterer Preistreiber sein.

Fundamentale Daten versus Sentiment


Ein kurzer Vergleich mit dem Aktienmarkt und anderen traditionellen Kapitalmärkten zeigt grundsätzliche Unterschiede bei der Stärke der Preistreiber. Bei Aktien spielen die fundamentalen Daten eine wesentliche Rolle. Zu den wichtigsten Faktoren für die Kursentwicklung gehören neben den erzielten Gewinnen vor allem die prognostizierten zukünftigen Gewinne. Der Bitcoin ist dagegen kein Unternehmen, das Gewinne erzielt und damit seinen Wert steigert. Es gibt Ansätze für eine Fundamentalanalyse, diese hat aber (noch) nicht die große Bedeutung wie am Aktienmarkt. Dagegen hat das Sentiment einen deutlich größeren Einfuss, der Kryptomarkt ist wie andere spekulative Märkte stark sentimentgetrieben. Steigende Preise locken dann mehr Anleger, auf den fahrenden Zug aufzuspringen.

Im Rahmen von Sentimentanalysen versucht man, Stimmungen von Anlegern in einem bestimmten Markt zu erfassen und mit ihren Auswirkungen die Preisentwicklung zu prognostizieren. Derartige Analysen gehen über Chartanalysen hinaus und bedienen sich der Erkenntnisse aus der Behavioral Finance.

Fantastische Kursziele für Ethereum


Der Bitcoin notiert derzeit rund 53 Prozent unter seinem Allzeithöchststand, bei Ethereum sind das 83 Prozent. Bei vielen anderen großen Altcoins ist das Minus noch größer. So beträgt der Abstand von Ripples XRP und Bitcoin Cash zum Hoch fast 95 Prozent. Daraus auf ein besonders großes Kurspotenzial zu schließen ist aber der falsche Ansatz. Generell wird beim nächsten Bitcoin-Bullrun die Entwicklung bei den Altcoins viel selektiver verlaufen, als das 2017 der Fall war. Damals konnte man auf fast jeden Altcoin setzen. Viele davon sind schon in den Tiefen des Krypto markts verschwunden.

Diesmal gilt es, auf die wirklich soliden Altcoins zu setzen. Vor allem Ethereum wird die Outperformance seit Jahresanfang gegenüber dem Bitcoin fortsetzen. Es wird nicht gleich eine Verdreißigfachung sein, wie gerade von einem deutschen Risikokapitalgeber geäußert. Aber Ethereum dürfte in einem Bullenmarkt gegenüber dem Bitcoin mit einem deutlichen Hebel steigen.


Bildquelle: BÖRSE ONLINE

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