Während sich die Brexit-Verhandlungen weiter mühsam voran schleppen, ist am Devisenmarkt eine gewisse Ruhe eingekehrt. Der Euro notiert zurzeit fast zwei Pence unter dem Sechsmonatshoch 0,9291 GBP vom September, weist aber einen intakten mittelfristigen Aufwärtstrend auf, welcher sich der 0,90er-Marke nähert. Daher kann an dem im August vorgestellten EUR/GBP-Call SR3938 weiter festgehalten werden. Die leicht im Plus notierende Position erhält einen auf 4,40 Euro angehobenen Stop loss.

Für risikobewusste Akteure weiter kaufenswert ist der mit etwa zehn Prozent vorne liegende, vor vier Wochen empfohlene Inline-Optionsschein, der auf Sicht von nur gut zwei Monaten um weitere 126 Prozent klettern kann. Dazu muss der Euro innerhalb der Spanne zwischen 0,88 und 0,96 GBP bleiben. Hier handelt es sich also um eine tendenzielle Long-Position. Die obere Schwelle würde erst mit den Ausbruch über 0,93 GBP in den Fokus rücken, wobei dann immer noch das Elfjahreshoch 0,9499 GBP einen entscheidenden Widerstand darstellen würde.

Das Stop-loss-Management kann man aber auf die Unterstützungen ausrichten. Idealerweise bleibt der angesprochene Aufwärtstrend intakt. Die 0,88er-Schwelle wird aber inzwischen auch vom steigenden, sich der 0,89erMarke nähernden 200-Tage-Durchschnitt geschützt. Der Stoppkurs wird leicht von 1,70 auf 1,95 Euro angehoben.



Name EUR/GBP-Inliner
WKN SR96CN
Aktueller Kurs 4,09 € / 4,34 €
Schwellen 0,88 GBP / 0,96 GBP
Laufzeit 18.12.20
Stoppkurs 1,95 €
Zielkurs 10,00 €
Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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