TRADING TIPP

Euro-Türkische-Lira: Short-Scheine profitieren doppelt

Euro-Türkische-Lira: Short-Scheine profitieren doppelt
16.05.2019 03:55:00

Die massiven, gehebelten Zinseinnahmen sorgen dafür, dass sich bei Long-Positionen auf die türkische Lira auch etwaige Währungsverluste gut ausgleichen lassen. Eine Erholung der Lira würde natürlich zusätzliche Gewinne bringen. Von Stefan Mayriedl



Bei diesem Investment darf man sich nur nicht ausknocken lassen, dann sollte es à la longue einträgliche Gewinne abwerfen. Es handelt sich um eine Short-Position auf den Euro zur türkischen Lira (EUR/TRY). Obwohl die türkische Währung nach einer Zwischenerholung zuletzt wieder deutlich an Wert einbüßte, sorgten die gleichzeitig eingefahrenen Zinsgewinne dafür, dass die EUR/TRY-Turbo-Shorts diese Verluste gut wegstecken konnten.

Das verdeutlicht das Fallbeispiel des seit Oktober gehandelten, derzeit mit einer Basis bei 8,0799 TRY ausgestatteten Papiers. Damit liegen Basis und Knock-Out bereits über dem Allzeithoch des Euros, das am 13. August 2018 bei 8,047 TRY markiert wurde. Börsentäglich wird die Basis des Scheins nach oben angepasst, was zuletzt durchaus über 0,05 TRY pro Woche ausmachte. Bei sich nicht veränderndem Devisenkurs streicht man diesen Gewinn als Halter des Derivats direkt ein und würde zudem natürlich von einer Erholung der Lira profitieren.

Vor einem halben Jahr notierte der Euro im Bereich von 6,20 TRY, seither hat die Lira also um etwa zehn Prozent nachgegeben. Ganz im Gegensatz dazu der Schein, der damals noch im Bereich von zehn Euro notierte, also dank der massiven Zinsgewinne inzwischen fast doppelt so hoch notiert. Sein bisheriges Hoch um 23 Euro stammt übrigens von Anfang April, als die Lira wieder im 6,20er-Bereich notierte. Bei diesen Umständen kann man auch den hohen Spread von 30 Cent in Kauf nehmen.



Name EUR/TRY-Turbo-Short
WKN ST550Z
Aktueller Kurs 19,37 € / 19,67 €
Basis/KO 8,0799 TRY
Aktueller Hebel 5,3
Stoppkurs -
Zielkurs 30,00 €

Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.


Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

www.smartanlegen.de

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Bildquelle: iStockphoto, BÖRSE ONLINE

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