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Inline-Optionsschein auf USD/JPY: Zwei Währungsräume, ein Ziel

Inline-Optionsschein auf USD/JPY: Zwei Währungsräume, ein Ziel

WKN: 903869 ISIN: JP3305950002 CORONA CORP

01.08.2020 03:00:00

Die Notenbanken haben das gemeinsame Motto "Mach mal Pause" ausgerufen. In der letzten geldpolitischen Sitzung vor der Sommerpause hielten sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die Bank of Japan (BoJ) die Füße still. Die US-Notenbank Fed dürfte bei dem am 29. Juli zu Ende gehenden zwei­tägigen Treffen ebenfalls eine abwartende Haltung einnehmen. Von Wolfgang Hagl

Im Herbst verfügen die Währungshüter über eine umfangreichere Datenlage. Auf deren Basis können sie neu beurteilen, ob der im Kampf gegen die Rezession eingesetzte Mix aus Zinssenkungen und Liquiditätsspritzen wirkt.

Passend dazu gönnen sich die Devisenmärkte gerade eine Art Verschnaufpause. Nach den heftigen Kursschwankungen während der akuten Phase der Corona- Krise hat die Volatilität deutlich abgenommen. Das gilt auch und gerade für den Yen. Im März wurde die japanische Währung ihrem Ruf als sicherer Hafen gerecht: Gegenüber dem Dollar wertete der Yen spürbar auf. Mittlerweile ist das FX-Duo USD/JPY jedoch in den Seitwärtstrend zurückgekehrt.

Mit Inline-Optionsscheinen können Anleger darauf spekulieren, dass es dabei bleibt. Diese Derivate geben dem Währungspaar einen Korridor in Form einer oberen sowie einer unteren Kursbarriere vor. Solange der Basiswert keine der beiden Schwellen erreicht, wird der Optionsschein zum Höchstbetrag getilgt. Andernfalls gehen Anleger leer aus.

Von 104 bis 110 Yen erstreckt sich der Bewegungsspielraum des US-Dollar bei dem in der Box aufgeführten Derivat der Deutschen Bank. Bleibt das Währungspaar bis zum 2. Oktober innerhalb dieser Grenzen, würde der Inline-Optionsschein zum aktuellen Briefkurs eine Rendite von 57 Prozent abwerfen.

Das gemeinsame Credo


Gerade die gemeinsame Haltung der Währungshüter spricht für diese riskante Seitwärtsstrategie. "Falls weitere Schritte erforderlich sein sollten, würden wir natürlich nicht zögern, zusätzliche Lockerungsmaßnahmen zu treffen", sagte BoJ-Chef Haruhiko Kuroda nach der jüngsten Notenbanksitzung in Tokio. Dieser Satz könnte ebenso gut von seinem US-Amtskollegen stammen. Jerome Powell wird nicht müde, die Entschlossenheit der Fed im Kampf gegen die schädlichen Folgen der Pandemie zu betonen. Auf absehbare Zeit dürfte also keine der beiden Institutionen aus der stark expansiven Geldpolitik aussteigen. Gleichwohl könnte vor allem eine drastische Zuspitzung der Krise der Verschnaufpause - sowohl bei den Notenbanken als auch beim FX-Gespann USD/JPY - ein jähes Ende setzen.


Bildquelle: Yuriko Nakao/Reuters, BÖRSE ONLINE

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