INTERVIEW

Wie geht es bei Bitcoin und Co. jetzt weiter, Herr Emden?

Wie geht es bei Bitcoin und Co. jetzt weiter, Herr Emden?
24.01.2018 02:40:00

Nach dem Einbruch der vergangenen Tage geht es am Donnerstag bei der Kryptowährung Bitcoin wieder nach oben. Am Nachmittag steht dem Branchendienst CoinMarketCap.com zufolge ein Plus von rund 20 Prozent. Ein virtueller Taler kostet rund 11.800 US-Dollar. Auch die sogenannten "Altcoins", alternative Cyber-Devisen wie Ethereum oder Ripple, stiegen wieder deutlich. Timo Emden vom Analysehaus DailyFX über die Gründe für den jüngsten Absturz und die Aussichten für 2018. Von Floriana Hofmann

Der Kurs des Bitcoin hat sich am Donnerstag nach dem Kurssturz der vergangenen Tage wieder stabilisiert. Warum?


Die Wogen scheinen für das Erste geglättet, nachdem Investoren realisiert haben, vor welchen regulatorischen Herausforderungen Bitcoin und Co. stehen. Neben starken Einschränkungen sind auch gänzliche Handelsverbote vor allem im asiatischen Raum im Gespräch. Starke Kursrücksetzer haben bereits in jüngster Vergangenheit zu Anschlusskäufen sorgen können. Ein nicht zu verkennender Punkt ist auch das Auslaufen des Bitcoin-Future-Kontraktes der Chicago Board Options Exchange für den Monat Januar. Für gewöhnlich versuchen große Spekulanten, den Preis vor Fälligkeit in ihre entsprechende Richtung zu lenken.


Vom Rekordhoch von Mitte Dezember bei rund 20.000 US-Dollar hat der Bitcoin mittlerweile rund die Hälfte wieder abgegeben. War das der von vielen prophezeite Crash oder nur eine Korrektur, die zum Einstieg lockt?


Der Bitcoin-Kurs ist in diesen Tagen dabei, seinen wahren Wert zu finden. Womöglich ist das Ende der Fahnenstange aktuell noch nicht erreicht, sodass der Kurs noch deutlich weiter unterhalb der Marke von 10.000 US-Dollar fallen könnte. Gegen Ende des Monats läuft zudem der noch mächtigere Future- Kontrakt der CME Group aus, was für ein ähnliches Schwächeszenario wie in den vergangenen Tagen sorgen könnte.


Was würde es für Bitcoin und die sogenannten "Altcoins" bedeuten, wenn Südkorea, China und Co. mit den Regulierungsvorhaben Ernst machen und Verbote durchsetzen würden?


Ein Verbot von Bitcoin und Co. im asiatischen Handelsraum wäre ein Nackenschlag für Anleger. Ein Schlupfloch dürften diese jedoch relativ schnell auf ausländischen Börsen finden und den Handel dort lediglich fortsetzen und gleichzeitig umschichten, solange dies möglich ist. Ein Ende digitaler Währungen wäre dies womöglich jedoch nicht, da Marktteilnehmer den Handel rund um den Globus am Leben halten.

Auf Seite 2: Wie geht es bei Bitcoin, Ripple und Co. weiter?



Seite: 1 | 2

Bildquelle: Lucy Nicholson/Reuters, BÖRSE ONLINE

Nachrichten

  • Nachrichten zu Devisen
  • Alle Nachrichten

Devisenkurse

Name Kurs Wert %
Dollarkurs 1,1205 -0,0034
-0,30
Japanischer Yen 122,246 -0,1440
-0,12
Britische Pfund 0,8938 0,0003
0,03
Schweizer Franken 1,0781 -0,0021
-0,19
Hongkong-Dollar 8,6851 -0,0240
-0,28
mehr Devisenrechner
pagehit