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Smart-Beta-ETFs: Neue Formeln für den Erfolg, das sollten Anleger beachten

Smart-Beta-ETFs: Neue Formeln für den Erfolg, das sollten Anleger beachten

WKN: A2N6BX ISIN: JP3990210001 WORLD CO. LTD. Registered Shs

09.05.2019 03:30:00

Clevere Indexfonds geben der Geldanlage einen besonderen Dreh. Oft zahlt sich das aus. Was hinter den Strategien steckt, welche Produkte mehr Gewinn versprechen. Von Christoph Platt, Euro am Sonntag

Schlauer zu sein als die Masse, stets clevere Entscheidungen zu treffen - wem würde das nicht gefallen? Gerade als Anleger wäre das nützlich: Die Pfiffigkeit würde sich in Heller und Pfennig im Depot widerspiegeln.

Aktiv gemanagte Fonds stellen genau das in Aussicht: dass ihr Lenker die Märkte besser zu lesen versteht als das Gros der Anleger. Von einem Fondsmanager werden bei der Titelauswahl möglichst viele schlaue Entscheidungen erwartet - zum Wohl derer, die Anteile des Produkts besitzen.

Herkömmliche ETFs können das nicht für sich beanspruchen. Die pas­siven Fonds folgen eins zu eins einem gängigen Börsenindex. Geht es zum Beispiel mit dem DAX ein Prozent nach oben, vollzieht ein entsprechender ETF - die Abkürzung steht für Exchange-traded Fund - diese Bewegung exakt nach. Ein Indexfonds wird also niemals besser sein als der breite Markt. Dafür verlangt er nur geringe Gebühren, weil aufwendige Analysen entfallen.

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Seit einigen Jahren fordern jedoch neue, schlaue ETFs gleich beide Fondsgruppen heraus. Sie wollen besser sein als herkömmliche ETFs und zugleich den erfolgreichsten aktiven Managern mit ausgeklügelter Titelauswahl die Stirn bieten. Unter dem Oberbegriff "Smart-Beta-ETFs" hat diese Produkt­gattung viele Anhänger gefunden.

Auf den folgenden Seiten gibt €uro am Sonntag einen Überblick über die cleveren Indexfonds. Die Redaktion erklärt, warum sie so beliebt sind und welche Trends den Markt zurzeit bewegen. Darüber hinaus stellt sie die wichtigsten Strategien vor und empfiehlt aussichtsreiche Produkte.

Die gängigen Smart-Beta-Konzepte verfolgen mindestens eines von drei ­Zielen: Sie wollen entweder die Rendite herkömmlicher Indizes übertreffen oder die Schwankungen verringern. Eine weitere Gruppe von Smart-Beta-ETFs zielt darauf ab, höhere Ausschüttungen zu vereinnahmen.

Der Name leitet sich von der Kennzahl Beta ab. Diese beschreibt, wie ein bestimmtes Investment gegenüber dem breiten Markt abschneidet. Vereinfacht lässt sich Beta als Marktrendite bezeichnen. Herkömmliche ETFs haben stets ein Beta von 1, was bedeutet, dass sie sich im Gleichlauf mit dem breiten Markt entwickeln.

Große Auswahl für Aktienfans


Smart-Beta-ETFs werden überwiegend für Aktien angeboten. Für die Anlageklassen Anleihen und Rohstoffe steckt die Entwicklung noch in den ­Kinderschuhen. Clevere Indexfonds auf Rohstoffe versuchen etwa, einzelne Rohstoffe so zu kombinieren, dass die Schwankungsintensität abnimmt. Smart-Beta-ETFs auf Anleihen setzen bislang ausschließlich auf den Faktor Qualität, indem sie verlässliche Schuldner bevorzugen. "Über andere Faktoren im Rentensegment wird viel diskutiert, und für einige Gesellschaften gleicht das der Suche nach dem Heiligen Gral", sagt Kenneth Lamont von der Rating­agentur Morningstar. Gefunden wurde ein solches Gefäß aber noch nicht.

Für das Aktiensegment ist die Auswahl an cleveren ETFs dagegen riesig. Rund 250 Produkte werden allein in ­Europa angeboten. Ihr Ziel: einen Mehrwert zu bieten gegenüber herkömmlichen Aktienindizes.

Die populärsten Kursbarometer gewichten die in ihnen enthaltenen Titel überwiegend nach der Marktkapitalisierung, also dem Börsenwert eines Unternehmens. Konzerne, die viel wert sind, erhalten einen großen Anteil am Index, Unternehmen mit geringerem Wert einen kleinen Anteil. Das Gewicht einer Aktie sagt jedoch nichts darüber aus, wie aussichtsreich und lukrativ sie ist.

Auf Seite 2: Konventionen überwinden


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