Das IPO von SpaceX steht in den Startlöchern. Doch während erste Euphorie aufkommt, könnte der Börsengang von Elon Musks Unternehmen zum Problem für Investoren des MSCI World und anderer ETFs werden.

Im Juni will das Weltraumunternehmen SpaceX an die Börse gehen. Inzwischen wurde bereits ein Konsortium aus Partnerbanken gegründet (hier dazu mehr) und es sollen bereits offizielle Filings bei der Börsenaufsicht SEC vorliegen.

Doch was kaum jemand auf dem Schirm hat: Der Börsengang könnte zum Problem für ETF-Anleger werden.

Werden MSCI World-Anleger bald von Elon Musk abgezockt?

Denn da SpaceX vermutlich mit einer Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar an die Börse gehen will, ist das Unternehmen ein heißer Kandidat für hohe Gewichtungen in vielen Indizes – unter anderem dem MSCI Worlds.

Allerdings dürfte das Unternehmen nicht gleich in die Top-10-Position aufsteigen. Ursache: Die Gewichtung in vielen großen ETF-Indizes ist floatgewichtet. Heißt im Klartext: Da SpaceX nur mit anfänglich 10 Prozent aller vorhandenen Aktien an die Börse gehen soll, wird der Anteil in vielen ETFs zunächst niedriger ausfallen, als es die Market Cap vermuten lässt.

Doch das muss nicht immer so bleiben und genau da beginnt das Problem: Sobald SpaceX einen größeren Free Float hat, steigt die Gewichtung in den Indizes und die ETFs müssen kaufen.

Genau dies könnten Großaktionäre wie Elon Musk ausnutzen, die 6 Monate nach dem IPO von SpaceX Aktien verkaufen können. Denn verkaufen die aktuellen Aktionäre, dürfen Sie darauf hoffen, dass die Kurse der Anteile trotz der Insider-Verkäufe stabil bleiben, da die ETFs entsprechend mehr Anteile nachfragen.

Interessant ist vor diesem Hintergrund: Das IPO von SpaceX ist für Mitte Juni angesetzt, 6 Monate später, nach dem Ende des Verkaufsverbots für bestehende Aktionäre, erfolgt das Rebalancing großer Indizes wie dem MSCI World. Elon Musk und Co. dürfen also auf ausreichend Nachfrage für zu verkaufende Aktienpakete hoffen, zulasten von ETF-Investoren. Denn diese haben im Anschluss SpaceX-Aktien in hohem Gewicht im Depot, unabhängig davon, dass die Insider-Verkäufe möglicherweise ein Warnsignal für die weitere Performance sind.

Jetzt profitieren statt abgezockt werden

Das IPO von SpaceX bringt also nicht nur gute Seiten mit sich, und wenn es schlecht läuft, könnten passive Anleger die Zeche zahlen.

Die wesentlich bessere Idee könnte es in diesem Kontext sein, schon vor dem eigentlichen IPO bei SpaceX einzusteigen und vielleicht zu den Investoren zu gehören, die ihre Aktien Ende des Jahres an ETFs verkaufen.

Wie das geht, das zeigt der Aktienreport „Die geheimen Gewinnmaschinen der Milliardäre”

Hier den Report sichern

Weiterführende Links