Der britische Vermögensverwalter Baillie Gifford hat als einer der ersten sein 13F-Filing für das 4. Quartal abgegeben. Unter den großen Namen im Portfolio gibt es ein paar spannende Veränderungen.
Als eine der ersten Beteiligungsgesellschaften hat der britische Vermögensverwalter Baillie Gifford, zu dem auch der börsennotierte BÖRSE ONLINE-Tipp Scottish Mortgage gehört, sein 13F-Filing für das 4. Quartal 2025 abgegeben. Einige der darin aufgeführten Portfolioveränderungen überraschen. Und auch deutsche Unternehmen sind davon betroffen.
Die größten neuen Positionen im Portfolio sind das Medizintechnikunternehmen Medline mit einem Portfoliowert von jetzt von 437,2 Millionen Dollar, das Biotech-Unternehmen United Therapeutics (157,4 Millionen Dollar) und der Datenbankanbieter MongoDB (112,2 Millionen Dollar.
Interessanter Newcomer
Ebenfalls in der Liste: BilliontoOne, ein Unternehmen für Pränatale Diagnostik. Es debütierte Ende 2025 an der Nasdaq, Baillie Gifford war dort aber schon seit 2022 außerbörslich investiert.
Aufgestockt wurde außerdem bei Axon Enterprise, Rocket Lab und Alphabet. Auffällig ist auch die Erhöhung des Aktienbestand um 57 Prozent bei Thermo Fisher, was rund 208 Millionen Dollar kostete. Der genau Wert ist nicht ablesbar, da nicht die Kaufpreise, sondern nur die Portfoliowerte zum 31.12. aufgeführt sind.
An zwei Verlieren halten die Briten fest
Die größten Verlierer Portfolio von Baillie Gifford waren Sea Limited mit einem Wertverlust von 31 Prozent und Roblox mit einem Wertverlust von 41 Prozent. An beiden Unternehmen halten die Vermögensverwalter aber offenbar fest, ihre Anteile veränderten sich kaum.
Getrennt haben sich die Briten von 65 Prozent ihrer Aktien an Datadog. Auch die Beteiligung an Cloudflare wurde um 23 Prozent reduziert, wodurch rund 1,37 Milliarden Dollar frei wurden. Der Bestand an Meta-Aktien sank um 17 Prozent, was knapp eine Milliarde Dollar brachte. Außerdem stieg Baillie Gifford weitgehend bei der deutschen BioNTech aus: Eine Reduktion der Aktien um 84 Prozent brachte rund 650 Millionen Dollar ein.
Verwirrung um Netflix-Anteil
Auch ein paar Nvidia-Aktien wurden verkauft, genauer gesagt sechs Prozent des Bestands. Erlös daraus: 503,8 Millionen Dollar.
Wer das Dokument flüchtig liest, könnte auf die Idee kommen, dass die Briten im Gegenzug ihren Anteil an Netflix verzehnfacht haben. Doch die Zahl der Netflix-Aktien stieg allein durch den Aktiensplit im Verhältnis 10:1, den Netflix im November 2025 vornahm. Geld floss dabei nicht. Auch bei Shopify und Ferrari wurde lediglich eine Aktiengattung in eine andere umgetauscht.
Die Top 5 im Portfolio
Die wertvollsten Positionen im Portfolio von Baillie Gifford zum 31. Dezember 2025 waren laut dem 13F-Filing:
| Unternehmen | Zahl der Aktien | Portfoliowert per 31.12. |
|---|---|---|
| Nvidia | 43.867.705 | 8,181 Mrd. Dollar |
| MercadoLibre | 3.481.53 | 7,013 Mrd. Dollar |
| Amazon | 29.387.070 | 6,783 Mrd. Dollar |
| Shopify 'A' | 31.204.012 | 5,023 Mrd. Dollar |
| Sea | 38.758.791 | 4,944 Mrd. Dollar |
Hinweis: Der Shopify-Posten taucht im 13-F zweimal mit demselben Wert auf. Würde man diese Positionen addieren, wäre Shopify die größte Position im Portfolio, noch vor Nvidia. Das erscheint uns unrealistisch, daher haben wir den Wert nur einmal berücksichtigt.
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