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Große Analyse: Die besten Fonds für 2018

Große Analyse: Die besten Fonds für 2018

WKN: 723610 ISIN: DE0007236101 Siemens AG

101,36 EUR
0,82 EUR 0,82 %
15.11.2018 - 17:35
13.11.2018 05:00:00

In Deutschland gibt es viele Tausend Investmentfonds. Doch welche davon sind empfehlenswert? Wir haben die Analyse gemacht, die besten herausgefiltert und zeigen, wo man sie besonders günstig kauft. Von Ralf Ferken, Stephan Haberer, Andreas Höss und Christoph Platt

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel erschien am 21.02.2018 in Heftausgabe 03/2018 der BÖRSE ONLINE-Schwesterpublikation €uro.

Zu schlecht, zu teuer, zu riskant: Investmentfonds eilt nicht gerade der beste Ruf voraus. Dabei sind viele von ihnen besser als ihr Image - und für den langfristigen Vermögensaufbau eigentlich ein Muss. Vor allem für Sparer, die weder steinreich noch Finanzprofis sind.



Denn wer in Fonds anlegt, muss erstens nicht jeden Morgen akribisch die Wirtschaftsnachrichten studieren. Er delegiert seine Anlageentscheidung. Die Titelauswahl erledigt dann entweder ein Fondsmanager, der das Kapital der Anleger aktiv in jene Papiere investiert, die ihm als gewinnbringend erscheinen, oder ein ETF genannter Indexfonds, der automatisiert alle in einem Börsenindex notierten Wertpapiere kauft. Klassisches Beispiel sind ETFs auf den globalen Aktienindex MSCI World, in dem über 1600 Aktien aus aller Welt gelistet sind.


Zweitens bieten Fonds die Chance, mit geringen Summen gleichzeitig in Hunderte von Aktien und Anleihen zu investieren und so Risiken zu streuen. Das geht, weil das Kapital von Tausenden Anlegern gebündelt wird. Ein Fondsanteil kostet in der Regel maximal ein paar Hundert Euro, viele Fonds kann man zudem schon ab 25 bis 50 Euro pro Monat stetig besparen. Ein einziges der vielen Wertpapiere, die diesen Anlagevehikeln gehören, kann hingegen 1000 Euro oder sogar 100 000 Euro und mehr kosten.

Hilfe zur Selbsthilfe



Der Haken an Fonds: Anleger müssen genau wissen, welchem Fondsmanager sie ihr Geld mit guten Gewissen anvertrauen können. Rund 7000 Fonds, teilweise mit mehreren Unterfonds, sind bundesweit zum Vertrieb zugelassen. Und nur ein Bruchteil davon ist wirklich empfehlenswert. Welche, zeigen die FundAwards der BÖRSE ONLINE-Schwesterpublikation €uro. €uro prämiert damit - zusammen mit seinen ebenfalls im Finanzen Verlag erscheinenden Schwesterpublikationen - jedes Jahr die besten Fonds in 69 Kategorien: von global agierenden Aktienfonds über Fonds für deutsche Aktien bis hin zu Misch- und Rentenfonds. Awards erhalten die Produkte, die in unserer Statistik über bestimmte Zeiträume - ein Jahr, drei Jahre, fünf Jahre, zehn und 20 Jahre - in ihrer Kategorie die höchsten Gewinne brachten. Von insgesamt weit über 6000 Fonds in unserer Datenbank haben in diesem Jahr 544 einen der 882 Awards gewonnen. Manche von ihnen räumten sogar mehrere ab, weil sie konstant die Ranglisten dominieren. Diese langfristig erfolgreichen Fonds stellen wir auf den kommenden Seiten vor.

Grundsätzlich kann es sich bei den prämierten Fonds um aktiv gemanagte Produkte oder um ETFs handeln. Während in den vergangenen Jahren einige ETFs in wichtigen Kategorien über mittellange Zeiträume wie drei und fünf Jahre mit der höchsten Rendite glänzten, ging deren Anteil 2018 deutlich zurück. Deshalb finden Sie in den Tabellen auf den kommenden Seiten diesmal auch fast ausschließlich Produkte, bei denen Fondsmanager aktiv Titel selektieren.

Der Fokus bei den vorgestellten Kategorien liegt klar auf Aktienfonds. An Aktien führt beim Vermögensaufbau aus unserer Sicht kein Weg vorbei: Sie bringen die höchste Rendite und wer genug Zeit hat, muss auch keine Angst vor Crashs und Schwankungen an den Börsen haben. Weltweit anlegende Fonds eignen sich am besten als Basisinvestment. Sie sollten den größten Teil des Depots einnehmen, weil sie eine breite Risikostreuung bieten und zugleich ein Investment in Unternehmen aus den aufstrebenden Schwellenländern sowie aus etablierten Industrienationen ermöglichen. Auch Mischfonds eignen sich als Basis für ein Depot. Mit ihrem Mix aus Aktien und Anleihen bringen sie noch mehr Stabilität, ihre Rendite fällt in der Regel dafür etwas geringer aus. Hier gilt: je höher der Aktienanteil, desto höher meist die Rendite, desto größer aber auch die Schwankungen und das Risiko.

Zudem stellen wir einige Spezialbereiche vor: Fonds für deutsche Aktien, die für deutsche Anleger natürlich besonders interessant sind. Fonds für europäische Aktien, weil der lange krisengeschüttelte Kontinent gerade eine wirtschaftliche Aufholjagd hinlegt und von Analysten als besonders aussichtsreich erachtet wird. Fonds für Aktien aus Schwellenländern wie China, weil deren Volkswirtschaften schnell wachsen. Und Anleihefonds, weil Zinspapiere trotz derzeit geringer Renditen zur Streuung ins Portfolio gehören. All diese Fonds eignen sich gut als kleinerer Depotbaustein zur Beimischung und Risikostreuung.

Und das Interview mit Frank Fischer, Fondsmanager des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen, bietet einen Blick in die Zukunft der Börsen. Fischer wurde gerade von €uro zum "Fondsmanager des Jahres" gekürt - ein Jurypreis, der, anders als die €uro-FundAwards, nicht ausschließlich auf der Wertentwicklung basiert. Wäre sein am 15. Januar 2008 gegründeter aktienlastiger Mischfonds etwas früher gestartet, hätte er in seiner Kategorie die Wertung für zehn Jahre angeführt. So hatte der Fonds nur eine Historie von neun Jahren und 50 Wochen.

Wichtiges Fondswissen



Um erfolgreich in Fonds zu investieren, genügt aber das Selektieren der richtigen Produkte nicht. Auch die Auswahl der Depotbank ist entscheidend. Denn dort fallen Depotgebühren und Ausgabeaufschläge an. Über die Jahre können sich diese Kosten auf Tausende Euro summieren und so die komplette Rendite auffressen.

Sind die Gewinne endlich eingefahren, gilt es noch eine letzte Sache zu beachten: Auch der Fiskus will seinen Anteil, denn Fondsgewinne sind steuerpflichtig. Seit Anfang des Jahres gelten neue Regeln für deren Besteuerung. Die wichtigsten Änderungen sind im Kasten rechts umrissen. Wer sie schon von Beginn an beachtet, spart sich später böse Überraschungen.

Auf Seite 2: Steuern: Neue Regeln, neue Fallstricke



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