INTERVIEW

Max Otte: Ich sehe wirklich Kriegsgefahr - Meine Favoriten für 2015

Max Otte: Ich sehe wirklich Kriegsgefahr - Meine Favoriten für 2015

WKN: 579040 ISIN: DE0005790406 FUCHS PETROLUB SE St.

30,05 EUR
-0,25 EUR -0,83 %
26.05.2020 - 15:32
15.01.2015 08:20:30

Der Börsenprofessor ist besorgt über die zahlreichen politischen und ökonomischen Brandherde der Welt. In BÖRSE ONLINE erklärt er, wie Anleger sich in dieser komplexen Lage verhalten sollten. Von Wolfgang Ehrensberger





Schwankungen muss man aushalten - das ist der Schlüssel zur Aktienanlagestrategie von Börsenprofi Max Otte. Was das bedeutet, erfährt der gebürtige Westfale derzeit am eigenen Leib mit seinem Max Otte Vermögensbildungsfonds (siehe Kasten). Manche der Titel "tun jeden Tag weh, wenn man draufguckt", sagt er im Interview mit BÖRSE ONLINE. Trotzdem gibt es für ihn keine Alternative: Wenn sich die politische Lage stabilisiert, schießen die Kurse in die Höhe. Bei Weltwirtschaftskrisen oder gar Währungsreformen sichern Sachwerte wie Aktien das Vermögen trotz vorübergehender Verluste.

Der Jahreswechsel ist die Zeit der DAX-Prognosen für das neue Jahr. Wo sehen Sie den deutschen Leitindex zum Jahresende 2015?
Aufgrund der vielen Unsicherheiten kann ich für 2015 nur eine bedingte Prognose abgeben. Falls die politische Situation sich stabilisiert und es nicht zu einer Eskalation kommt, traue ich dem DAX bis zum Jahresende ein Potenzial von 11 000 bis 12 000 Punkten zu. Falls die Situation eskaliert, kann man nichts mehr sagen.

Von welcher Seite droht aus Ihrer Sicht am ehesten eine Eskalation?
Die Finanzkrise 2008 war im Grunde eine reine Finanzpanik, die mit viel Liquidität bekämpft wurde. Heute spielen dagegen viele Faktoren eine Rolle: Russland, Rohstoffe, eine schwächelnde Konjunktur in Europa, die neue Zuspitzung in Griechenland. Anstelle einer Panik haben wir viele chronische Krankheiten. Wir sehen die aggressive Haltung Amerikas gegenüber dem Rest der Welt. Es herrscht Endspielcharakter, die Situation kann jederzeit entgleisen.

Inwieweit werden die Verwerfungen an den Märkten künstlich beeinflusst?
Ich glaube, dass es den Amerikanern nicht unrecht ist, wenn es hier in Europa drunter und drüber geht. Die Auseinandersetzungen mit Russland schaden Europa unendlich. Es gibt meiner Meinung nach auf jeden Fall Situationen, die strategisch beeinflusst sind. Hier stecken wohl Interessen und Einflussnahme drin.

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Bildquelle: Günther Peroutka

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