Aufsteiger


Der Blick in alte Ausgaben ist manchmal hilfreich. Als wir den DJE Zins & Dividende im Oktober 2015 im monatlich erscheinenden €uro-Magazin vorstellten, hatten Anleger darin erst 90 Millionen Euro investiert. Frei nach dem Motto: erst mal abwarten, wie gut Jan Ehrhardt den Anfang 2011 aufgelegten Mischfonds managt. Inzwischen ist der DJE Zins & Dividende zwei Milliarden Euro groß und somit der größte Fonds bei DJE Kapital.

Bei Anlegern dürfte der DJE Zins & Dividende gut ankommen, weil er sich bislang stetig aufwärts entwickelt hat, ohne ihre Nerven mit hohen Kursrückschlägen zu strapazieren. Auch die Corona-Krise überstand Ehrhardt glimpflich und verlor in der Spitze nur bis zu zwölf Prozent, während der DAX-Index in dieser Zeit beispielsweise um bis zu 38 Prozent nachgab. Aufgrund dieser Mischung aus stetiger Rendite bei wenig Risiko hat €uro fondsxpress den DJE Zins & Dividende nun auf FondsNote 1 hochgestuft.

Anleger wissen beim DJE-Flaggschiff recht gut, worauf sie sich einlassen. Ehrhardt kann dort zwischen 50 und 100 Prozent in Anleihen sowie bis zu 50 Prozent in Aktien investieren. Derzeit hält er 53 Prozent in Anleihen sowie 46 Prozent in Aktien. Das restliche Prozent entfällt auf liquide Mittel.

Zu seinen größten Anleihen zählen momentan Staatstitel der USA sowie Zinstitel von Netflix und Tesla. Bei den Aktien mag er unter anderem Nestlé, Newmont und Novo Nordisk. Den Carmignac Patrimoine, der auch bis zu 50 Prozent in Aktien halten kann, hat €uro fondsxpress ebenfalls hochgestuft. Allerdings nur von FondsNote 5 auf FondsNote 4, da der populäre Mischfonds erst seit einem Jahr wieder mit der Konkurrenz mithalten kann. Anleger haben dem einst 24 Milliarden Euro großen Carmignac Patrimoine daher das Vertrauen entzogen, sodass er heute nur noch rund elf Milliarden Euro verwaltet.

Seit September 2018 hat sich daher mutmaßlich auch Firmenpatron Edouard Carmignac vom Patrimoine zurückgezogen und das Management des Aktienteils an David Older übergeben, der auch den globalen Aktienfonds Carmignac Investissement managt.

Absteiger


Der SPDR S & P Global Dividend Aristocrats ETF muss dagegen eine Herabstufung auf FondsNote 4 verkraften. Generell litten Dividendenstrategien in den vergangenen Monaten stärker als breit gestreute Indizes, da sie Tech-Konzerne wegen ihrer niedrigen Dividenden nicht kaufen können. Allerdings büßte der globale Aristokraten-ETF im Corona-Crash besonders stark ein, ohne nachher wieder substanziell zulegen zu können. Sein Fokus auf Finanz- und Rohstoffwerte sowie Versorger zahlt sich derzeit nicht aus.

Erstmals bewertet


Der Mandarine Global Microcap investiert ebenfalls weltweit, allerdings breit gestreut über viele Sektoren und wurde jetzt auf Anhieb mit FondsNote 3 eingestuft. Mit dem Microcap-Fonds setzen Anleger auf rund 330 Titel, deren Börsenwert im Schnitt nur 440 Millionen Euro beträgt.