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Oddo Artificial Intelligence-Fonds: Rendite durch Verwendung von Algorithmen

Oddo Artificial Intelligence-Fonds: Rendite durch Verwendung von Algorithmen
09.11.2019 04:00:04

Das Fondsmanagement überlässt die Titelauswahl selbstlernenden Programmen. Diese filtern jene Firmen heraus, die von künstlicher Intelligenz am stärksten profitieren. Von Jörg Billina

Sie verändert nahezu alle Wirtschaftssektoren in schnellem Tempo - künstliche Intelligenz. In der Medizintechnik hilft sie großen Pharmalaboren dabei, Immun- und Strahlentherapien bei Patienten gezielt anzuwenden. Im Marketing hilft künstliche Intelligenz (KI), das Nutzungsverhalten von Verbrauchern zu analysieren. Und im Straßenverkehr schützt KI vor Unfällen. "KI ist die Fähigkeit eines Programms oder einer Maschine, wie ein Mensch zu denken und zu lernen", erklärt Brice Prunas. Er ist für den Oddo BHF Artificial Intelligence verantwortlich. Der im Dezember 2018 aufgelegte Fonds hat bereits rund 48 Millionen Euro eingesammelt. "Insbesondere bei deutschen Investoren kommen die Anlageidee und ihre Umsetzung gut an", sagt Prunas. Seit Anfang Februar legte der Fonds um neun Prozent zu.

Vier Millionen Daten am Tag


Das Besondere: Der Fonds nutzt selbst künstliche Intelligenz, um aus dem Anlageuniversum diejenigen Unternehmen herauszufiltern, die KI anbieten beziehungsweise die sich durch deren Nutzung klare Wettbewerbsvorteile verschaffen. Die von der französischen Investment­gesellschaft Oddo verwendeten selbstlernenden Programme analysieren pro Tag vier Millionen Datensätze. Unter anderem werden von der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg veröffentlichte Artikel auf bestimme Schlüsselwörter wie "Deep Lear­ning", "Big Data" oder "Cognitive Computing" hin untersucht. Je häufiger diese "Key Words" im Zusammenhang mit einem Unternehmen genannt werden, um so eher kommt es in die engere Wahl.

In einem zweiten Schritt werden die Unternehmen anhand des von Oddo entwickelten quantitativen Modells "Algo 4" analysiert. Dabei werden vier Filter genutzt: Bewertung, Qualität, Momentum und Marktkapitalisierung.

In einem dritten Schritt prüft Prunas die Aktienkandidaten noch einmal sehr sorgfältig. Erkennt er Risiken, sucht die selbstlernende Maschine eine Alternative. Insgesamt umfasst das Portfolio 60 Unternehmen. Auf US-Unternehmen entfallen derzeit 60 Prozent, auf europäische Werte 19, auf asiatische 15 Prozent der Mittel.

Eine der größten Aktienpositionen ist Varian Medical Systems. Das Unternehmen entwickelt Softwareprogramme, die in der Protonentherapie zur Bekämpfung von Krebs eingesetzt werden. Auch Guide­wire ist im Portfolio. Das Unternehmen unterstützt mit seiner Software Schadens- und Unfallversicherer bei der Datenerfassung und -analytik.

Eine weitere Position ist Samsung. Das südkoreanische Unternehmen bringt 2020 das Galaxy S11 auf den Markt. Gegenüber den Vorgängermodellen wird das neue Smartphone durch die OLED-Technologie, eine innovative Displaytechnik, die Qualität von Bildern und Videos verbessern und außerdem über eine gesteigerte KI-Leistung verfügen.



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Bildquelle: MF3d/iStock, BÖRSE ONLINE

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