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Offene Immobilienfonds: Betongold mit Risiken

Offene Immobilienfonds: Betongold mit Risiken
03.07.2022 14:30:23

Zinswende und unsichere Konjunkturperspektiven machen die Produkte weniger attraktiv. Welche Fonds derzeit das beste Risiko-Rendite-Profil bieten. Von Julia Groß, Euro am Sonntag

Anleger müssen bei Offenen Immobilienfonds mit niedrigeren risikoadjustierten Renditen rechnen als noch vor einigen Jahren. Das ist das Ergebnis eines aktuellen Rating-Updates des Analysehauses Scope für insgesamt 19 Fonds, die für Privatanleger erhältlich sind. Ein Produkt, der grundbesitz europa, wurde heraufgestuft, sieben dagegen schlechter bewertet als vor einem Jahr. Die besten dieser Auf- und Absteiger sind in der Tabelle unten aufgeführt. Das beste Rating insgesamt ("a+") erreichten wie im Vorjahr der Fokus Wohnen Deutschland (ISIN: DE 000 A12 BSB 8) und der Wertgrund WohnSelect D (DE 000 A1C UAY 0).

Produkte mit Fokus auf Gewerbeimmobilien erzielten 2021 im Durchschnitt eine Rendite von 2,3 Prozent. Fonds mit dem Schwerpunkt Wohnimmobilien schafften durchschnittlich 4,7 Prozent. Für das laufende Jahr erwarten Scope-Analysten eine leicht steigende Durchschnittsrendite.

Vermietungsquote sinkt

Die Risiken aus den Immobilienportfolios haben der Studie zufolge im vergangenen Jahr leicht zugenommen. Vor allem die steigenden Inflationsraten, die Zinswende und die unsicheren Konjunkturaussichten sorgen bei manchen Objekten für Leerstand und sinkende Mieten. Die Vermietungsquote ist weiter gesunken und beträgt im Durchschnitt 94 Prozent. Die Probleme betreffen vor allem Bereiche wie Shoppingcenter oder Hotels, teilweise aber auch Büroimmobilien. Entsprechend haben die Fonds zuletzt auch weniger in diese Bereiche investiert. Auch bei Logistikimmobilien agieren Fondsmana- ger nach dem Boom der vergangenen Jahre deutlich zurückhaltender, da die Preise in diesem Segment stark gestiegen sind.

Keine Liquiditätsengpässe

Vermutlich aufgrund der wachsenden Risiken und des schrumpfenden Renditeabstands zu Staatsanleihen und anderen Zinsanlagen ist 2021 mit 4,7 Milliarden weniger frisches Kapital in Offene Immobilienfonds geflossen als 2020 (6,5 Milliarden Euro). Daher sind auch die Liquiditätsquoten der Fonds weiter gesunken und liegen nun im Mittel bei 15 Prozent. Liquiditätsengpässe seien jedoch kurzfristig nicht zu erwarten. "Insgesamt weisen die offenen Immobilienfonds weiterhin ein gutes Rendite-Risiko-Profil auf", sagt Sonja Knorr, Head of Alternative Investments bei Scope Fund Analysis.


Bildquelle: Finanzen Verlag

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