Rohstoffe, digitale Banken, Energie und Konsum: Lateinamerika entwickelt sich vom Krisenklischee zur Wachstumsstory. Ein breit gestreuter ETF auf die Region hat zuletzt kräftig zugelegt und könnte für Anleger jetzt besonders spannend werden
Bei der Fußball-WM zählen Brasilien und Argentinien traditionell zu den Favoriten. Doch auch abseits des Rasens spielt Lateinamerika plötzlich wieder ganz vorn mit. Die Region zwischen Mexiko und Feuerland wird wirtschaftlich immer wichtiger — und ein bestimmter ETF bündelt genau diese Entwicklung.
Der große Treiber bleibt der Rohstoffreichtum. Im sogenannten Lithium-Dreieck aus Argentinien, Chile und Bolivien lagern rund 60 Prozent der weltweiten Vorkommen des Batteriemetalls. Dazu kommen enorme Mengen Silber, Kupfer, Öl und Gas. Brasilien erreicht bei der Tiefseeförderung inzwischen Rekordniveaus. Gleichzeitig ist Lateinamerika der größte Netto-Lebensmittelexporteur der Welt – von Soja und Mais bis Kaffee, Bananen und Rindfleisch.
Doch die eigentliche Überraschung: Die Region ist längst mehr als Rohstoffe. Finanzdienstleister, digitale Banken, Industrie, erneuerbare Energien und Tourismus gewinnen an Gewicht. Genau hier setzt ein breit gestreuter Lateinamerika-ETF an, der Anlegern Zugang zu ausgewählten Schwergewichten des Kontinents bietet. Besonders stark vertreten sind Finanzwerte – darunter eine der führenden Digitalbanken der Region sowie eine der größten Privatbanken der südlichen Hemisphäre.
Auch der Kursverlauf sorgt für Aufmerksamkeit: In den vergangenen zwölf Monaten legte der ETF um rund 38 Prozent zu. Natürlich bleibt der Markt riskant – Rohstoffpreise schwanken, Infrastruktur und Sicherheit sind in Teilen der Region problematisch. Doch genau deshalb ist die Story noch nicht überall angekommen. Für Anleger, die nicht nur auf die bekannten US-Tech-Giganten setzen wollen, könnte Lateinamerika damit wieder zu einer spannenden Beimischung werden. Welcher ETF hinter dieser Lateinamerika-Wette steckt, lesen Sie in der neuen Ausgabe von Euro am Sonntag.
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