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IMMOBILIEN

Boom auf dem Immobilienmarkt hält an - Doch Stimmung teilweise eingetrübt

Boom auf dem Immobilienmarkt hält an - Doch Stimmung teilweise eingetrübt
10.05.2022 10:11:52

Der Boom auf dem deutschen Immobilienmarkt hält trotz des Ukraine-Kriegs nach Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) auch im ersten Quartal an. Insgesamt seien die Preise für Immobilien im Auftaktviertel 2022 binnen Jahresfrist um 8,8 Prozent gestiegen, teilte der vdp am Dienstag mit. Bei Wohneigentum liege das Preisplus sogar bei 10,7 Prozent.

Die Preise für Gewerbeimmobilien seien dagegen nur um 1,8 Prozent angezogen. Insgesamt habe der Immobilienpreisindex des Verbandes mit 190,8 Punkten einen neuen Höchstwert erreicht. "Der Immobilienmarkt in Deutschland befindet sich weiterhin im Aufwind - und das, obwohl die Pandemie nach wie vor nicht ausgestanden ist und mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ein höchst beunruhigender exogener Schock eingetreten ist", erklärte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Auch wenn aktuell noch keine Auswirkungen auf den Immobilienmarkt zu erkennen seien, müsse man abwarten, wie sich Zweit- und Drittrundeneffekte auswirken werden.

STIMMUNG BEI GEWERBEIMMOBILIEN SINKT


Bei den Investoren hat sich die Stimmung für Gewerbeimmobilien in Deutschland im ersten Quartal allerdings bereits eingetrübt, wie die weltweite Berufsvereinigung (RICS) am Dienstag zu ihrer jüngsten Umfrage mitteilte. "Während einzelne Länder eine deutliche Wachstumsdynamik ausmachen, fällt die Investorenstimmung in Deutschland", sagte Susanne Eickermann-Riepe, Vorstandsvorsitzende RICS Deutschland. So sei der Stimmungsindex für deutsche Gewerbeimmobilien (Commercial Property Sentiment Index) im ersten Quartal mit minus eins Punkten in den negativen Bereich gerutscht, während er im vierten Quartal 2021 noch bei plus zwei Zählern gelegen habe.

Der RICS-Umfrage zufolge werde Deutschland als Immobilien-Investitionsstandort weiterhin als teuer (55 Prozent) und sehr teuer (28 Prozent) bewertet. Deutschland stehe damit nach Luxemburg und Österreich im weltweiten Vergleich der Länder, die ihren Standort als teuer ansehen, auf Platz Drei. Danach folgten die Schweiz und Israel.

rtr

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