ABGELTUNGSTEUER

Ein Schnellüberblick über die Regeln der Abgeltungsteuer

Ein Schnellüberblick über die Regeln der Abgeltungsteuer

WKN: 931020 ISIN: US7135693098 Per-Se Technologies Inc.

20.05.2018 16:00:00

Abgaben Das Finanzministerium reagiert auf die aktuelle Rechtsprechung und passt sein wichtigstes Auslegungsschreiben an. Anleger kommen dabei gut weg. Von Brigitte Watermann

Der Mai ist für viele Bürger die Zeit des Jahres, in der sie sich an ihre Steuererklärung setzen - auch wenn das in diesem Jahr angesichts des frühsommerlichen Schönwetters besonders schwerfallen dürfte. Im nächsten Jahr dürfen sich jene Bundesbürger, die ihre Steuererklärung in Eigenregie erstellen, dann länger Zeit lassen: Was in diesem Jahr noch der 31. Mai ist, ist ab dem kommenden Jahr der 31. Juli.



Gerade noch rechtzeitig vor der Hochzeit der Steuererklärungssaison hat das Bundesfinanzministerium (BMF) ein aktuelles BMF-Schreiben (IV C1 - S 2252/08/10004:021, Dokument 2018/0281370 vom 12. April 2018) herausgegeben, das für Kapitalanleger sehr interessant ist. Denn es klärt einige zuvor strittige, teils zwischenzeitlich vom Bundesfinanzhof entschiedene Sachverhalte. Hintergrund: In mehreren Punkten wich die Meinung der Finanzverwaltung bis dato von der Rechtsprechung ab. Außerdem enthält das Schreiben einige Details zur seit Jahresbeginn geltenden neuen Fondsbesteuerung. BÖRSE ONLINE stellt die wichtigsten Details vor - und gibt einen Schnellüberblick über die Regeln der Abgeltungsteuer.


Basics schnell erklärt



Seit 2009 greift bei der Versteuerung von Kapitalanlagen hierzulande die Abgeltungsteuer: Auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinne mit Wertpapieren werden grundsätzlich pauschal 25 Prozent Steuer fällig - und nicht der persönliche Steuersatz in Höhe von derzeit bis zu 42 Prozent (bzw. 45 Prozent inklusive der sogenannten Reichensteuer). Die inländischen Banken zwacken die Abgeltungsteuer automatisch für ihre Kunden ab und leiten das Geld an den Fiskus weiter, vorausgesetzt, der Sparerpauschbetrag von 801 Euro pro Person und Jahr wurde bereits ausgeschöpft. Die Steuerschuld auf Kapitalerträge ist damit grundsätzlich abgegolten, wie es der Name schon sagt. Eine Steuererklärung auf Kapitalerträge sollte seither eigentlich nicht mehr nötig sein.

Wer ein Depot im Ausland hat, muss dagegen die Versteuerung selbst vornehmen. So weit, so einfach. "Doch im Detail gibt es bei der Abgeltungsteuer bis heute immer wieder Punkte, die zu klären sind oder sich durch die aktuelle Rechtsprechung ändern. Einige davon stellt das aktuelle BMF-Schreiben klar", sagt der Berliner Steuerberater Wolfgang Wawro, Pressesprecher des Steuerberaterverbands Berlin-Brandenburg.

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Bildquelle: Anthony Leopold/Fotolia

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