In Zeiten der Nullzinsen wurden Dividendenaktien häufig als Zinsersatz proklamiert. Mit wieder fallenden Raten für Tagesgelder liest man nun wieder häufiger von dieser Idee. Sind Dividendenaktien und Tagesgeldzinsen aber wirklich gleichwertige Alternativen oder etwas gänzlich anderes?

Sowohl Dividenden als auch Zinsen auf das Tagesgeld sind Einkünfte aus Kapitalvermögen, müssen gleich versteuert werden und sind für einige Anleger auch gleichwertige Alternativen. Speziell in der Nullzinsphase war immer häufiger von Dividendenaktien als Ersatz für Tagesgeld oder gleichwertige Alternative zu lesen. Aber stimmt das wirklich so?

Sind Dividenden und Tagesgeldzinsen gleichwertige Alternativen oder etwas gänzlich anderes?

Tatsächlich sind Tagesgeld und Dividenden nicht ansatzweise dasselbe und dementsprechend keine gleichwertigen Alternativen. Ursache: Ein Tagesgeld ist ein Zinsprodukt einer Bank, das aufgrund der Einlagensicherung des deutschen Staates bei Geldhäusern, die letzterer unterliegen, bis 100.000 Euro vollkommen risikofrei ist. Außerdem erhalten Sparer mit einem Tagesgeld nur den festgeschriebenen Zins und keinen Cent mehr.

Anders sieht es bei einer Dividendenaktie aus. Hierbei wird die Ausschüttung aus dem Gewinn des Unternehmens gezahlt und jährlich neu bestimmt. In schlechten Jahren können Dividenden ausfallen oder gekürzt werden. Zudem ist man mit seinem Geld am Eigenkapital des Unternehmens beteiligt. Damit unterliegt das Geld an der Börse teilweise starken Schwankungen und kann im Falle einer Insolvenz beispielsweise vollkommen verloren gehen. Läuft es dagegen gut, können Anleger Kursgewinne verbuchen und ihren Einsatz theoretisch vervielfachen.

Dividenden und Tagesgeld Zinsen

Es zeigt sich: Dividendenaktien und Tagesgeld sind völlig unterschiedliche Vehikel mit Risikoansätzen, die sich kaum mehr unterscheiden könnten. Selbst in Phasen niedriger Zinsen sollten Anleger daher nicht zu Dividendenaktien anstatt zum Tagesgeld greifen, wenn man nicht bereit für die Aktienanlage und einen potenziellen Totalverlust ist.

Sparern, die ihr Vermögen auf Tagesgeldkonten horten, sei aber gesagt: Vermögend dürften Sie damit nicht werden. Denn in der Realität haben breit gestreute Aktienkörbe starke Wertsteigerungen erzielt, während Tagesgelder in der Vergangenheit nur mit der Inflation mithalten oder nicht einmal diese ausgleichen konnten.

Dementsprechend kann es sinnvoll sein, einen Teil des Vermögens über einen langen Zeitraum breit gestreut in Aktien anzulegen. Wie viel und ob überhaupt hängt allerdings von der individuellen Situation eines jeden Einzelnen ab.

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