Tech-Aktien treiben S&P 500 und Nasdaq auf neue Rekorde – doch Fondsmanager Johannes Hirsch warnt vor Enttäuschungspotenzial: Ein scheiternder Iran-Deal wäre ein erhebliches Risiko. Wie er sich dagegen positioniert und welche überraschenden Gewinner er sieht
In den USA laufen die Tech-Märkte heiß und treiben S&P 500 und Nasdaq auf immer neue Rekorde – doch Johannes Hirsch sieht durchaus Enttäuschungspotenzial. Im Iran hätten zwar die alle – die USA, Iran, China als Konsument iranischen Öls - Interesse an einem Deal, das habe die Börse eingepreist. Der Geschäftsführer des Vermögensverwalters Antea sieht jedoch eine Wahrscheinlichkeit von zehn bis 20 Prozent, dass kein Deal zustande kommt – „ein erhebliches Risiko. Ich weiß nicht, ob wir in dem Fall im März die Tiefstkurse schon gesehen haben“. Der Fondsmanager sucht deshalb Investments, die relativ unabhängig von dieser Entwicklung sind, setzt hier zum Beispiel sinkende Volatilität bei Silber oder auf Cat-Bond-Anleihen auf Versicherungsrisiken.
Bei den Speicherchip-Herstellern seien zuletzt die Kurse „durch die Decke gegangen“, so Hirsch, weil die Gewinnschätzungen ebenfalls stark steigen, seien die KGVs dank der guten fundamentalen Entwicklung „noch in Ordnung“. Die Iran-Krise bringe überraschende Gewinner wie BASF und weitere deutsche Chemie-Aktien hervor, weil die im Gegensatz zu Rivalen aus Asien lieferfähig seien. Warum Hirsch die Cash-flows der „Magnificent 7“ mit Argusaugen beobachtet, wieso er den Dollar kritisch und Gold auf Dauer gut unterstützt sieht – das ganze Interview sehen Sie auf Youtube im Kanal "Smartes Geld".