KI wühlt Wirtschaft und Gesellschaft auf. Die Grenzen zwischen Gewinnern und Verlierern verschwimmen. Welche Aktien jetzt langfristig gewinnen.

Wie eine Welle auf dem Meer baut sich auch an der Börse erst Druck auf – bis der Kamm kippt und die Energie sich neu verteilt. Genau das passiert nach rund drei Jahren KI-Boom: Während einige Gewinner weiter oben bleiben, brechen erste Teilwellen – und Kapital wandert in andere Marktbereiche.

Die große Welle heißt künstliche Intelligenz. Aktien von Unternehmen, die direkt von den Milliarden-Investitionen in KI-Infrastruktur profitieren, sind weiterhin stark: Chips, Rechenzentren, Energieversorgung, Speicher. Taktgeber bleibt Nvidia, zuletzt mit Rekordzahlen. Gleichzeitig gibt es deutliche Risse: Besonders Softwarewerte sind teils um mehr als 30% gefallen. Und selbst Tech-Riesen geraten unter Druck, weil der Ausbau der KI-Infrastruktur enorme Summen kostet – Goldman Sachs verweist darauf, dass die Investitionsausgaben der Hyperscaler 2026 über 90% der Cashflows ausmachen könnten.

Die Folge: Rotation. Wenn eine Welle bricht, wird Energie frei – und die schießt in andere Marktbereiche. Plötzlich rücken Regionen und Branchen in den Fokus, die lange eher Nebenrollen spielten. Ein Blick auf die Indizes zeigt das neue Kräfteverhältnis: In den vergangenen sechs Monaten legte der Stoxx Europe 600 rund 15% zu – ungefähr doppelt so viel wie der von Tech-Giganten dominierte S&P 500. Dazu kommen Währungseffekte: Für Euro-Anleger belastet der schwache Dollar US-Positionen, während US-Investoren europäische Aktienwellen sogar zusätzlich Rückenwind bekommen können.

Und mittendrin entsteht ein neues Börsen-Schlagwort: HALO – Heavy Assets, Low Obsolescence. Gemeint sind Unternehmen mit Vermögenswerten, die man nicht mal eben kopiert – und deren Geschäftsmodell sich zwar durch KI verändert, aber nicht einfach ausgelöscht werden kann. Denn auch im Zeitalter der Algorithmen bleibt vieles erstaunlich analog: Menschen essen und trinken, wohnen, reisen, werden krank – und die Wirtschaft braucht weiterhin Netze, Pipelines, Verkehrsinfrastruktur, Spezialmaschinen und Grundstoffe.

Welche klassischen Branchen jetzt wieder auf die Überholspur wechseln könnten – und welche zehn international aufgestellten Unternehmen BÖRSE ONLINE dafür identifiziert hat, die im KI-Zeitalter stark bleiben und noch moderat bewertet sind, lesen Sie in der neuen Ausgabe.

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Dieser Automobilzulieferer hat sein Geschäft neu ausgerichtet. Das hat zwar 2025 noch mal gekostet, sollte sich im neuen Jahr aber auszuzahlen beginnen. Die Aktie ist sehr preiswert (S. 26)

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Foto: Börsenmedien AG

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