Wer das Risiko scheut, muss nicht auf Rendite verzichten. Finden Sie mit BÖRSE ONLINE die 25 sichersten Aktien

Was, wenn die Korrektur kommt? Eine Frage, die sich viele Anleger zu Recht stellen, vor allem jene, die nicht rechtzeitig dabei waren und die Rekordjagd von DAX, Dow Jones und Nasdaq verpasst haben. Tatsächlich wirken die großen Indizes ein wenig heißgelaufen. Damit steigt das Risiko von Rückschlägen.

BÖRSE ONLINE hat deshalb den Kurszettel nach Aktien abgesucht, die für den Fall einer Trendwende an den Märkten ein hohes Maß an Sicherheit versprechen: Felsen in der Brandung, Leuchttürme, die jedem Sturm standhalten sollten.

25 solcher Titel hat BÖRSE ONLINE identifiziert

Es sind Aktien, deren Kurse aus unterschiedlichen Gründen in schlechten Marktphasen wertbeständiger sind als die breite Masse. Dabei hat die Redaktion die Volatilität ebenso berücksichtigt wie die Kursentwicklung der jüngeren Vergangenheit — mit teils überraschenden Ergebnissen. Manche Aktien, die zuvor jahrelang gefallen sind, zeichnen sich neuerdings durch ein hohes Maß an Stabilität aus. In zyklischen Branchen wie Automobilbau und Stahl sind die Abwärtstrends zum Stillstand gekommen. Mitten in der Flaute nimmt die Börse den nächsten Aufschwung vorweg. Selbst die seit der Finanzkrise 2008/09 als hoch riskant verschrienen Banken sind wieder auf dem Weg nach oben.

Fünf Bewertungskategorien

Insgesamt lassen sich die neuen Stabilitätsanker in fünf Kategorien unterteilen: krisenresistente Unternehmen, deren Geschäftsmodelle durch hohe Markteintrittsbarrieren (sogenannte Burggräben) vor Konkurrenz geschützt sind. Dazu zählen auch Hidden Champions, die sich durch besondere Kompetenzen in bestimmten Nischen auszeichnen.

Während die Aktien solcher Unternehmen dank des sicheren Geschäftsmodells durchaus etwas höher bewertet sein können, stellt sich bei den anderen die Frage: Wohin soll der Kurs denn noch fallen? Die Bewertung ist in vielen Fällen fast schon lächerlich, Weltuntergangs-Szenarien sind weitgehend eingepreist. Da sind zum einen die KGV-Wunder, deren Gewinnvielfaches sowohl absolut gesehen als auch im Vergleich zum Rest der Branche auffällig niedrig ist.

Zum anderen gibt es Unternehmen, die verlässlich Jahr für Jahr so hohe Dividenden ausschütten, dass die Kursentwicklung fast schon zweitrangig ist. Solche Titel sind zwar meist keine Kursraketen, aber sie bilden eine Barriere nach unten, die das Abwärtsrisiko begrenzt: den sogenannten Dividenden-Floor.

Die vierte Kategorie sind Substanzaktien, die auffällig tief unter dem Buchwert, also dem Eigenkapital des Unternehmens, notieren. Sie bilden spätestens dann einen soliden Boden aus, wenn das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) so niedrig ist, dass ein Wettbewerber oder auch ein Finanzinvestor im Fall einer Übernahme einen negativen Kaufpreis bezahlen würde.

Nicht immer ist die Substanz einer Firma jedoch an solch plakativen Kennzahlen wie dem KBV abzulesen. Das ist dann nämlich der Fall, wenn es versteckte Werte in der Bilanz gibt, die zum Beispiel noch mit dem Anschaffungswert angesetzt werden, obwohl dieser schon lange nicht mehr zeitgemäß ist. Zu den Klassikern zählen beispielsweise Immobilienunternehmen, die ihre Liegenschaften im Boom der vergangenen Jahre nicht neu bewertet haben. Oder Beteiligungsgesellschaften, die Aktien anderer Unternehmen besitzen, deren Börsenkurs heute deutlich höher ist als der Wertansatz in der Bilanz. Man spricht dann von stillen Reserven. Diese sichtbar zu machen, gilt als Königsdisziplin der Aktienanalyse.

Nicht selten gehen die Kategorien ineinander über, denn niedrige Bewertungen haben meist auch üppige Dividendenrenditen zur Folge, hohe Buchwerte und versteckte Reserven gehen ebenfalls oft Hand in Hand.

Welche Aktien unser Ausleseprozess zutage gefördert hat, erfahren Sie in der neuen Ausgabe von BÖRSE ONLINE

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Weitere Themen im Heft:

Börsenwert verdoppelt
Das Windsparten-Debakel hat keine Auswirkungen auf andere Bereiche. Anleger haben das dicke Auftragsbuch im Blick (S.24)

„Das Wachstum ist exponentiell“
Infineons Finanzvorstand über das Potenzial des Konzerns bei KI, was Infineon von Nvidia unterscheidet, und die Ambition des größten Entwicklers von Autochips, in weiteren Märkten die Nummer 1 weltweit zu werden (S.26)

Der unterschätzte Kontinent
Wo Europas Chip-Schwergewichte der Konkurrenz aus Amerika voraus sind, in welchen Märkten Infineon, STMicroelectronics und NXP Semiconductors mit Innovation glänzen (S.30)

Topdividende und hohe Kurschance
Nach dem Verkauf der defizitären Fahrzeugtechniksparte ist diese Beteiligungsgesellschaft wieder auf Wachstumskurs. Auch die attraktiv bewertete Aktie ist im Aufwind und hat noch viel Luft nach oben (S.32)

Starke Börse, starke Geschäfte
Nimmt die Volatilität am Kapitalmarkt zu, klettert das Volumen der Transaktionen. Das kommt Neobrokern und Handelsbanken zugute. BÖRSE ONLINE suchte vier Gewinner des Börsenbooms heraus (S.42)

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BÖRSE ONLINE 13/2024
Foto: Börsenmedien AG