Unruhige Politik, neue Zölle, Trump-Rhetorik: Fondsmanager Johannes Hirsch sieht darin weniger Börsengefahr als viele denken. Sorgen bereiten ihm eher Tech & KI – und er rät zu breiter Streuung, mehr Asien und einem wachsamen Blick auf Dollar- und Goldsignale.

Die politische Großwetterlage bleibt unruhig, doch Johannes Hirsch erkennt darin auch stabilisierende Kräfte. „Die Midterm Elections sorgen für eine Balance an den Börsen“, sagt der Geschäftsführer und Fondsmanager der Hamburger Vermögensverwaltung Antea im Interview mit Smartes Geld. Selbst neue Zollforderungen aus Washington verlören ihren Schrecken: „Nach den Zöllen ist vor den Zöllen – die Börse schreckt das nicht mehr.“ Auch verbale Attacken des US-Präsidenten sollte man nicht überbewerten. Die Wall Street habe „eine sehr eigene Sicht“ auf Donald Trump

Sorgen bereitet Hirsch dagegen der Technologiesektor. Bei den „Magnificent 7“ verdüsterten sich die Gewinnaussichten, der Branche drohten gigantische Abschreibungen. Selbst Nvidia werde in Mithaft genommen. Um die echten KI-Gewinner zu identifizieren, müsse man extrem tief analysieren – „auch für Experten ist die Einschätzung der Techgiganten extrem schwierig“. Deshalb rät Hirsch aktuell zu einer breiten Streuung innerhalb der Tech-Industrie

Geopolitisch warnt er vor Fehlinterpretationen: „Iran ist nicht Venezuela. Der steigende Goldpreis hingegen sei „ein Misstrauensvotum gegen den US-Dollar“. Die Basis der Leitwährung werde brüchiger, die treibenden Kräfte für Gold blieben intakt.

Seinen Blick richtet Hirsch verstärkt nach Asien. Dort sei die Welt für Börsianer in weiten Teilen noch in Ordnung. Asiatische Aktien gehörten in jedes Depot, den japanischen Yen sichere er weiterhin nicht ab.

Wie Anleger mit Dollar-Risiken, Tech-Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen umgehen sollten, erläutert Johannes Hirsch im vollständigen Interview auf dem Youtube-Kanal Smartes Geld.

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