Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Halbjahr 2025 einen Überschuss von rund 2,6 Milliarden Euro erzielt. Das sind die Hintergründe
Die Überschuss-Verteilung:
Das Branchenportal Krankenkasseinfo.de hat eine Gesamtsumme von 2,6 Milliarden Euro aus aktuellen Zahlen ermittelt, die von AOK, Ersatz-, Innungs- und Betriebskrankenkassen vorgelegt wurden. Allein die sechs Ersatzkassen erzielten demnach im ersten Halbjahr einen Überschuss von 1,14 Milliarden Euro. Die insgesamt elf AOKs ( Allgemeine Ortskrankenkassen) erwirtschafteten als Gemeinschaft ein Halbjahresplus von 656 Millionen Euro. Die Betriebskrankenkassen schlossen unterm Strich mit einem Überschuss von 472 Millionen Euro ab. Auch die sechs Innungskrankenkassen vermeldeten nach den ersten zwei Quartalen ein Plus von 305 Millionen Euro. Trotz dieser positiven Bilanz steigen die Ausgaben der Krankenkassen je Versicherten weiterhin signifkant.
Der Hintergrund:
Bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gilt ein allgemeiner Beitragssatz, der 2025 bei 14,6 Prozent liegt. Er wird jeweils zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Obendrauf wird ein Zusatzbeitrag erhoben. Dieser wird als Prozentsatz vom beitragspflichtigen Einkommen berechnet und lag nach Erhebungen des Bundesgesundheitsministeriums Anfang 2025 bei durchschnittlich 2,5 Prozent. Durch die unterjährigen Erhöhungen ist der Durchschnittssatz für Zusatzbeiträge mittlerweile auf rund drei Prozent gestiegen.
Unterjährige Beitragserhöhungen im ersten Halbjahr:
Insgesamt 82 gesetzliche Krankenkassen hatten bereits zum 1. Januar 2025 ihre Zusatzbeitragssätze angehoben. Zum 1. Mai erhöhte der günstigste Anbieter BKK Firmus unterjährig den Zusatzbeitrag, blieb aber auch danach Preis-Marktführer. Im Laufe des ersten Halbjahres 2025 erhöhten insgesamt acht Krankenkassen unterjährig den Zusatzbeitrag.
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