Nuklear-Pharmazie erlebt ein Comeback, Pharmariesen pumpen Milliarden hinein. Doch der echte Engpass sind kurzlebige Isotope: schwer herzustellen, kaum zu lagern, global zu liefern. Ein deutscher Spezialist ist hier selten gut positioniert und an der Börse zuletzt deutlich zurückgekommen.

Nuklear-Pharmazie gilt als Comeback-Thema der Medizin: Radioaktive Isotope können in der Onkologie Diagnostik und Therapie präziser machen. Große Pharmakonzerne investieren dafür Milliarden. So erwartet das Marktforschungsinstitut MEDraysintell bis 2030 einen Markt von rund 30 Milliarden US-Dollar.

Der Haken: Isotope sind komplex zu produzieren, strahlen, sind teils flüchtig und viele lassen sich nicht sinnvoll lagern. Wer hier mitspielen will, braucht Genehmigungen, Spezial-Know-how und vor allem Produktionsstandorte in den wichtigsten Pharmamärkten, weil Zeit und Logistik über die Nutzbarkeit entscheiden.

Genau in diesem Engpass sitzt ein deutscher Spezialist mit weltweit verteilten Kapazitäten. Das Unternehmen kombiniert zwei Standbeine: Technologie/Anlagen für die Industrie und Medizintechnik. Letztere gilt als profitabler, wächst dynamischer und würde bei weiter steigender Pipeline nuklearmedizinischer Wirkstoffe zusätzlich Rückenwind bekommen. Zudem kann Know-how teils über Lizenzen skaliert werden.

Nach eigener Einschätzung des Unternehmens könnte die Isotopenherstellung etwa zehn Prozent des Gesamtmarktes ausmachen – also rund drei Milliarden US-Dollar bis 2030. Schon ein Teil davon hätte Wirkung: Ein kleiner Marktanteil entspräche mehreren hundert Millionen Dollar Zusatzumsatz, potenziell mit hohen Margen. Trotzdem hat die Aktie vom Hoch des vergangenen Sommers über ein Drittel verloren. Auch, weil Zulassungen und Timing schwer planbar sind. Ein möglicher Kurstreiber: die neue Jahresprognose am 26. März. Welche Aktie gemeint ist und wie BÖRSE ONLINE Chancen, Bewertung und Risiken einordnet, lesen Sie in der neuen Ausgabe von BÖRSE ONLINE.

Jetzt lesen

Weitere Themen im Heft

Hightech für Infineon, TSMC und Co
Die Anlagen dieser SDAX-Firma sind in der Chipindustrie heiß begehrt. Das gilt auch für die Aktie, die den jüngsten Rücksetzer fast wieder aufgeholt hat (S. 26)

Chancen im Übernahme-Poker
Nach längerem Herantasten hat Unicredit nun ein Übernahmeangebot für die Commerzbank vorgelegt. Das entspricht lediglich den Minimalvorschriften und dürfte nur der Vorbote eines größeren Deals sein (S. 30)

Astronomische Renditen
Ob für Navigation, Kommunikation oder Aufklärung: Satelliten sind das Rückgrat moderner Infrastruktur. Für Verteidigungszwecke, aber auch für die zivile Nutzung sind sie relevant (S. 34)

Klein, aber oho
Lange ein Zukunftsthema, werden kleine, modulare Reaktoren nun Realität. Das eröffnet Anlegern Chancen, insbesondere abseits der eigentlichen Betreiber (S. 44)

Die besten Broker 2026
Babyboomer gehen mit Aktien-App in Rente, die Generation Z sorgt damit fürs Alter vor. Rund 40.000 Leser von BÖRSE ONLINE haben abgestimmt: Welche Onlinebroker sie am besten finden (S. 106)

Börse Online Probeabo
Foto: Börsenmedien AG

Jetzt neu!

Damit Sie keine fundierten Marktanalysen, exklusiven Experteneinschätzungen und wertvollen Anlagetipps mehr verpassen und in jeder Börsenphase gut informiert entscheiden können, gibt es jetzt das Monatsabo zum Aktionspreis.

Lesen Sie 4 digitale Ausgaben der BÖRSE ONLINE für nur 7,80 € – und sparen Sie dabei über 70 %.

Jetzt zugreifen und alle Vorteile nutzen, die Ihnen BÖRSE ONLINE bietet – für mehr Erfolg an der Börse.

Zum Angebot