Der Verfall der US-Währung schürt Unruhe an den Märkten. Welche Gefahren jetzt drohen – und wie Anleger nun am besten investieren.
Die Talfahrt der US-Währung geht weiter. US-Präsident Donald Trump heizt den Verfall mit seiner Zoll-, Schulden- und Grönland-Politik an. Den Dollarschwund findet er „großartig“, weil er die Wettbewerbsfähigkeit der US-Industrie stärke. Umgekehrt leiden europäische Konzerne, deren Produkte nicht nur in den USA teurer werden, sondern auch in wichtigen Absatzmärkten wie China.
Noch viel größere Sorgen bereitet den Finanzmärkten, dass der Dollar seine Funktion als Weltleit- und Reservewährung und als „sicherer Hafen“ einbüßt, die er seit Ende des Zweiten Weltkriegs hat. Ein solcher Umbruch hätte dramatische Folgen für die Märkte – ein maßgeblicher Grund für die jüngste Goldrally. Immer mehr Investoren flüchten aus dem Dollar.
Nach den US-Branchenriesen Pimco und Fidelity hat am Mittwoch auch der größte europäische Vermögensverwalter Amundi den Rückzug aus Dollarinvestments angekündigt. CEO Valerie Baudson warnte vor einem weiteren Verfall der US-Währung und rät Kunden, stärker zu diversifizieren, vor allem in europäische und Schwellenländer-Anlagen. Amundi verwaltet ein Vermögen in Höhe von 2,4 Billionen Euro.
In der Top-Story der neuen Ausgabe von €uro am Sonntag erläutert Währungsexperte Markus Demary vom Institut der Deutschen Wirtschaft die Auswirkungen der Dollarschwäche auf die DAX-Konzerne und die globalen Finanzmärkte. Zusätzlich zeigt die Redaktion, mit welchen Anlageideen Privatanleger das Dollarrisiko reduzieren und neue Renditechancen erschließen.
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