… die Woche an den Märkten vom 25.06. bis 01.07.2026
Donnerstag 25. Juni 2026
+++ H&M wächst nicht mehr. Statt auf Rabattschlachten konzentriert sich das Management auf höhere Margen. Mit den Q2-Zahlen steht die Profitabilität nun auf dem Prüfstand. Das EBIT dürfte laut Analysten auf 578 Millionen Euro gestiegen sein. +++ Während die Rindfleischpreise explodieren und viele Verbraucher sparen, läuft es bei Darden Restaurants überraschend rund. Mit 14 Prozent Umsatzplus im Q4 wird das stärkste Wachstum seit vier Jahren erwartet. Bei den Anlegern ist die Stimmung im Vorfeld gut: Die Aktie hat auf Monatssicht sechs Prozent zugelegt. +++ Dell lädt am Donnerstag zur Hauptversammlung. Nach dem Zahlen-Hammer im Mai dürfte sich alles um das Thema KI drehen. Wie lange hält die Rekordnachfrage nach KI-Servern noch an? +++ Beim Science Day gibt Moderna den Investoren Einblick in frühe Entwicklungsprogramme und neue therapeutische Ansätze. Die Aktie ist im aktionär-Depot. +++
Freitag 26. Juni 2026
+++ In Bologna gibt es diese Woche das große Gipfeltreffen der KI-Elite. Im Rahmen der We Make Future 2026 sprechen Vertreter von Nvidia, Google, OpenAI, Anthropic und anderer führender Unternehmen über autonome Agenten und intelligente Roboter als nächste Evolutionsstufe der Künstlichen Intelligenz. Die großen Durchbrüche kommen zwar selten auf der Bühne, doch Anleger lauschen den Zwischentönen. +++ Nachdem der Vorstand von Easyjet auch die dritte Offerte über 4,74 Milliarden Pfund (625 Pence je Aktie) als „opportunistischen Versuch“ abgelehnt hat, liegt der Ball wieder bei Castlelake. Der US-Investor hat bis heute Zeit, ein formelles Übernahmeangebot abzugeben. Aktionäre spielen das klassische Poker einer Übernahmeschlacht – der Kurs legt kräftig zu. +++
Montag 29. Juni 2026
+++ Die Drohnen-Nachfrage boomt. Der Umsatz von Aerovironment dürfte sich im abgelaufenen Quartal auf 558 Millionen Dollar verdoppelt haben. Im Fokus steht nach dem Desaster um das SCAR-Programm der U.S. Space Force jedoch das Bilanzchaos sowie eine Sammelklage. +++ Das Beteiligungsportfolio von Prosus wirft kräftig Geld ab. Am Montag legt das Unternehmen ebenfalls seine Jahreszahlen vor. +++ Wie profitieren Nagarro und Snowflake vom KI-Boom? Aussagen auf der Hauptversammlung könnten neue Impulse liefern. +++ Frische Daten zum Verbraucher-, Wirtschafts- und Industrievertrauen in der Eurozone könnten dem Zinspfad eine neue Wendung geben. Zuletzt hatte die EZB den Leitzins überraschend angehoben. +++
Dienstag 30. Juni 2026
+++ Aus dem Lebensmittelsektor legen die Supermarktkette Sainsbury sowie der GetränkeRiese Constellation Brands ihr erstes Zwischenupdate für das frisch angelaufene Geschäftsjahr vor. Während Sainsbury solide Umsatzzuwächse von mehr als drei Prozent verzeichnen dürfte, wird bei Constellation Brands ein Rückgang um 4,7 Prozent erwartet. Der Alkoholmarkt befindet sich auf einer Durststrecke. Mit 3,22 Dollar dürfte der Gewinn je Aktie hingegen höher ausfallen als im Vorjahr. +++ Bei Nike hängt die Krisenstimmung wie Blei in den Schuhen. Analysten zufolge droht das achte Quartal in Folge ein sinkender Erlös. Die Bruttomarge dürfte unter 40 Prozent rutschen. Die Aktie taumelt einem neuen 12-Jahres-Tief entgegen. +++ Beim DIW- Konjunkturbarometer wäre alles über 96 ein ermutigender Wert. Von Aufbruchsstimmung ist die deutsche Wirtschaft angesichts des anhaltenden Energiepreisschocks weit entfernt. +++ Mit den vorläufigen Verbraucherpreisen aus Deutschland, Frankreich und einigen anderen europäischen Ländern steht der nächste Härtetest für die Märkte an. +++
Mittwoch 1. Juli 2026
+++ Konsumenten agieren in diesen Zeiten zurückhaltend. Der Quartalsumsatz des US-Lebensmittel-Riesen General Mills dürfte mit 4,60 Milliarden Dollar auf der Stelle treten. Dank eiserner Kostendisziplin erwarten Analysten dennoch einen Anstieg des EPS um zehn Prozent. +++ Nach dem Verkauf des Wassergeschäfts sitzt das SDAX-Unternehmen Norma auf vollen Kassen. Auf der Hauptversammlung am Mittwoch dürfte die Mittelverwendung im Zen-trum stehen. +++ Außerdem treten heute die härteren Zollregeln für Stahlimporte in die EU in Kraft. Die zollfreien Kontingente werden fast halbiert. Wer über die erlaubte Quote hinaus Stahl einführt, zahlt ab sofort 50 Prozent Strafzölle. Heimische Stahlproduzenten atmen auf. +++