KLAUS BUHL

DAX: Bisher nur eine Konsolidierung im Aufwärtstrend

DAX: Bisher nur eine Konsolidierung im Aufwärtstrend

WKN: A2JGMN ISIN: CA3609291032 GAR Ltd (A)

13.05.2019 03:30:00

Trotz der Konsolidierung der vergangenen Tage deuten sowohl die wichtigen Transportaktien als auch der innere Markt auf die starke Seite der Nachfrage. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass wir nur eine Konsolidierung im Aufwärtstrend sehen. Darauf deutet auch der DAX, dessen übergeordnetes Kursziel die Region von 13.500 bleibt.

Liebe Aktienfreunde,

zweifellos hat US-Präsident Trump mit seinem berüchtigten "China Tweet" in dieser Woche die globalen Indizes ganz schön durcheinandergewirbelt und scharfe Gewinnmitnahmen ausgelöst. Den DAX hat es dabei besonders stark getroffen, da die deutsche Wirtschaft hochgradig globalisiert ist und im Fall von Lieferengpässen oder Preiserhöhungen viele Lieferketten betroffen sind. Besonders die konjunktursensiblen zyklischen Aktien litten in den vergangenen Tagen, während Gold und Staatsanleihen reflexartig nachgefragt wurden.

Kein Wunder, dass sich nun besonders jene Skeptiker auf die Schultern klopfen, die bereits seit Wochen nicht müde werden zu betonen, daß der Kursanstieg seit Jahresanfang auf tönernen Füßen stehe und sich lediglich aus der Hoffnung auf Zinssenkungen und das Ende des Handelsstreits speise.

Gar nicht hilfreich für den US -Aktienmarkt sind aber auch die anhaltenden Vorwürfe der Justizbehinderung und die zunehmenden innenpolitischen Schwierigkeiten von Präsident Trump. Dieser ist immerhin an der Wall-Street sehr populär und gilt als Garant von Wirtschaftswachstum und steigenden Kurse - auch wenn wir uns das in Europa nicht vorstellen können.

Bekanntlich hilft es uns nicht weiter zu philosophieren, warum die Kurse steigen oder fallen. Viel wichtiger ist es doch für uns Anleger, die günstigen von den ungünstigen Marktphasen zu trennen. Denn in stabilen Marktphasen werden Rückschläge wie der gegenwärtige von den Anlegern viel besser weggesteckt als in unsicheren. Dies können Sie durchaus mit einem Boxkampf vergleichen. In den ersten drei Runden sind die beiden Kämpfer noch einigermaßen frisch und erholt. Dann jedoch verschlechtert sich die Beweglichkeit, harte Treffer werden immer kritischer und die Gefahr nach einem Schlag K.O. zu gehen wird größer.

Ganz ähnlich ist es am Aktienmarkt. In positiven Marktphasen wirken sich geopolitische Risiken oder einzelne schlechte Nachrichten nur kurz aus. In einem negativen Umfeld wirken jedoch die schlechten Nachrichten viel intensiver und bringen die Kurse deutlich nachhaltiger unter Druck als in einem positiven Marktumfeld.

Vielleicht denken Sie jetzt, dass Ihnen diese Information nicht viel nützt, da es unmöglich ist die guten von den schlechten Marktphasen zu trennen. Doch das ist nicht korrekt, auch wenn die Marketingabteilungen der Banken und ETF-Anbieter immer wieder das Gegenteil behaupten. Mit den Regeln des inneren Marktes können Sie systematisch und sogar auf mehreren Zeitebenen unterscheiden, ob die Seite der Nachfrage oder des Angebots im Vorteil ist und ob wir Anleger eher offensiv oder defensiv agieren sollten.

Auf Seite 2: Der innere Markt sieht nach wie vor die Nachfrage im Vorteil


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Bildquelle: Libra Invest, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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