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ROBERT HALVER

Die Abschaffung des Bargelds: Cash in der Täsch - aber wie lange noch?

Die Abschaffung des Bargelds: Cash in der Täsch - aber wie lange noch?
27.05.2015 06:47:00

Auf den ersten Blick klingen die Argumente für die Abschaffung von Bargeld nachvollziehbar. Was spart sich die Volkswirtschaft nicht alles an Aufwand, wenn auch noch der kleinste Müsliriegel mit EC- oder Kreditkarte bezahlt wird: In der virtuellen Geldwelt sind kostspielige Sicherungssysteme für Bargeldbestände oder aufwendige Geldtransporte völlig unnötig.

Und ist erst einmal die Bargeld-vegane Zeit angebrochen, hat man auch der Steuerhinterziehung, der Schwarzarbeit und Drogenkriminalität das Genick gebrochen. Denn eine handwerkliche Leistung gegen einen DIN A5-Umschlag mit bestimmtem Inhalt ist dann Geschichte. Und eine alternative Tauschwirtschaft - z.B. Bad neu fliesen lassen gegen Butter, Eier oder Speck ist in der "Zahlungsabwicklung" vergleichsweise schwieriger.

Ohnehin würde der Handwerker früher oder später Probleme mit seinen Blutwerten bekommen. Nicht zuletzt, wenn so ziemlich alles auf Rechnung geht, käme Vater Staat aus seinen Freuanfällen wohl gar nicht mehr heraus: Mit deutlich mehr Steuergeld würde der Bundeshaushalt nachhaltig schwarze Nullen schreiben. In den Finanzämtern würde ein neuer Schlager, ja sogar ein Evergreen geboren: "Bargeldlos durch die Nacht".

Na, wenn das keine überzeugenden Argumente sind, um Bargeld fremdzugehen und sich alternativ an Plastikgeld zu erfreuen.

Auf Seite 2: Der gläserne Kunde wird Realität



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