KLAUS BUHL

Sind das schon Schnäppchen-Kurse?

Sind das schon Schnäppchen-Kurse?

WKN: ISIN: JP3161270008 EXTREME CO.LTD.

17.10.2018 05:30:00

In den vergangenen Tagen gerieten weltweit vor allem die zyklischen Aktien und der Technologiesektor unter starken Verkaufsdruck. Typischerweise ist die Volatilität in die Höhe gesprungen, hat aber noch nicht das typische Angst- Niveau erreicht. Parallel dazu hat sich der innere Markt deutlich abgeschwächt, hat aber ebenfalls noch nicht sein extrem überverkauftes Niveau erreicht. Insofern ist es wahrscheinlich, dass der Tiefpunkt der Abwärtsbewegung noch nicht erreicht ist.



Liebe Anlegerinnen und Anleger,


heute gibt es leider wenig Argumente, die aktuelle Unsicherheit an den globalen Märkten schönzureden. Ein ganzer Cocktail von ungünstigen Nachrichten hat in den vergangenen Tagen die globalen Indizes Märkte unter Druck gesetzt. Typischerweise wird das Echo und der Donner der Geschütze in den Medien jeden Tag lauter und erhöht den emotionalen Druck auf uns Anleger. Trotzdem sind die allerorten genannten Argumente für die starken Kursverluste weder neu noch originell und werden bereits seit Monaten diskutiert. Z.B. der sich verschärfende Handelsstreit, die steigenden Zinsen und der Konflikt um den italienischen Haushalt. Da ein echter Börsencrash, der von den Medien und den häufig selbst ernannten Experten exakt vorhergesagt wird, ein sehr seltenes Ereignis ist, gehe ich davon aus, dass die Kurse "nur" ganz einfach kräftig ausatmen.


Da wir Investoren uns aber alle nicht an den Ratespielen beteiligen sollten, betrachten wir lieber einige wichtige Indizes, die emotionslos den Kampf zwischen Angebot und Nachfrage spiegeln. Beginnen wir mit dem gelassenen Blick auf die New Yorker Börse NYSE.


NYSE schmiert ab



Die NYSE zählt für mich alleine schon wegen ihrer enormen Marktbreite von über 2000 im Index enthaltenen Mitgliedern zu den wichtigsten Indizes der Welt. Viel besser als der Dow Jones, die Nasdaq 100 und sogar der S & P 500 spiegelt die breite NYSE, was wirklich am Markt geschieht.



Deutlich erkennen Sie am gelassenen P & F Chart das markante Hoch von Anfang Februar. Dieses Kursniveau wurde von den Marktteilnehmern eindeutig als Übertreibung eingestuft, was der blitzschnelle Abverkauf signalisiert. Interessant ist, dass die Februar-Konsolidierung nicht genügend "Punch" hatte, die aufsteigende Unterstützungsgerade zu durchbrechen. Umgekehrt waren die Bullen aber auch nicht im Stande, dass damals erreichte Hoch im Jahresverlauf erneut anzusteuern, was auf eine Gipfelbildung deutet. Nun kommt es für die Anleger darauf an, den mittelfristigen Aufwärtstrend bzw. das Niveau der aufsteigenden Unterstützungsgeraden zu verteidigen. Sehr wichtig wäre es nun, wenn die Bullen das gegenwärtige Niveau von etwa 12.700 verteidigen würden.

Die außergewöhnlich hohe Dynamik des gestrigen Abverkaufs deuten aber auf die relativ hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Trendgerade unterbrochenen und die Unterstützung bei etwa 12.300 bis 12.400 demnächst getestet wird. Falls die Investoren diese wichtige Region nicht verteidigen, käme die noch wichtigere Unterstützung bei 12.100 auf den Radar. Unterhalb davon könnte es noch unangenehmer werden. Dreht der breite Index aber spätestens hier, sollten wir wenigstens noch von einem etwa einjährigen Seitwärtstrends sprechen, ganz ähnlich also den monatelang viel schwächeren europäischen Indizes.

Umgekehrt würde ich der Entwicklung aber nicht vorweg greifen. Mittlerweile sind wir kurzfristig recht stark überverkauft und die breite NYSE notiert auf einer guten Unterstützung.

Das berüchtigte "Zünglein an der Waage" wird bestimmt die Ende der Woche beginnende US- Berichtssaison sein.

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