Ein neues von Google veröffentlichtes Whitepaper deckt eine große Gefahr für Bitcoin und andere Kryptowährungen auf, die brisanter sein könnte als bisher angenommen. Darum könnte es jetzt gefährlich werden.

Der Bitcoin ist ein potenzielles Opfer der Quantencomputertechnologie – dieses Risiko ist allgemein bekannt. Ein neues Whitepaper von Google zeigt allerdings auf, dass die Gefahr größer ist als viele denken.

Bitcoin: Google gibt Horror-Warnung heraus

So zeigt die mathematische Modellrechnung des Google-Teams, dass ein Quantencomputer lediglich noch 500.000 physische Qubits benötigt, um den gängigen Verschlüsselungsstandard ECDLP-256 einer Blockchain zu knacken. Damit ist die benötigte Rechenleistung 20-mal kleiner als bisher angenommen und die Entschlüsselung kann binnen weniger Minuten erfolgen.

Sollte dies, was bisher erst theoretisch möglich ist, gelingen, dann könnten nicht nur Wallets attackiert, sondern auch Mining-Prozesse und Transaktionen manipuliert werden.

Entsprechend besteht bei Bitcoin und bei anderen Kryptowährungen technologischer Handlungsbedarf, denn durch die Fortschritte bei der Quantentechnologie wird die Bedrohung immer realer. Ob aber schon in diesem Jahr eine Umstellung auf sichere Post-Quanten-Kryptografie (PQC) erfolgen wird, ist fraglich. Aktuell liegen die Chancen laut einer aktiven Polymarket-Wette nur bei 11 Prozent.

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Darauf müssen Anleger jetzt achten

Der Wettlauf zwischen Bitcoin und Quantencomputern spitzt sich also zu und die Angst vor Hacks wird immer realer. Entsprechend sollten Anleger dieses Risiko in ihre Anlageentscheidungen einkalkulieren.

Ob es jetzt übrigens ein guter Zeitpunkt zum Einstieg bei Bitcoin und Co. ist, erfahren Sie in diesen Artikeln:

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Häufig gestellte Fragen

Wie groß ist die Gefahr durch Googles neues Whitepaper für Bitcoin wirklich?

Googles Berechnungen zeigen, dass die Hürde zum Knacken der Bitcoin-Verschlüsselung (ECDLP-256) mit 500.000 Qubits etwa 20-mal niedriger liegt als bisher vermutet. Da ein Quantencomputer den privaten Schlüssel in wenigen Minuten ableiten könnte, entsteht ein Zeitfenster, in dem Transaktionen im Mempool abgefangen und manipuliert werden könnten, bevor sie in einen Block aufgenommen werden.

Welchen Handlungsbedarf gibt es für das Bitcoin-Netzwerk laut der Studie?

Die mathematische Verkürzung der Entschlüsselungszeit auf unter zehn Minuten macht eine Umstellung auf Post-Quanten-Kryptografie (PQC) dringlicher. Da die Chancen für eine solche Systemänderung im Jahr 2026 aktuell nur bei 11 Prozent liegen, müssen langfristige Anleger das Risiko technischer Hacks und manipulierter Mining-Prozesse verstärkt in ihre Kalkulation einbeziehen.

Warum sind insbesondere ältere Bitcoin-Bestände durch Quantencomputer gefährdet?

Besonders verwundbar sind Adressen, bei denen der öffentliche Schlüssel bereits dauerhaft auf der Blockchain sichtbar ist, was vor allem auf Bitcoins aus der Anfangszeit zutrifft. Während moderne Adresstypen den Schlüssel erst beim Senden einer Transaktion preisgeben, könnten Quantencomputer bei älteren Wallets die Kontrolle übernehmen, ohne dass eine aktive Transaktion des Besitzers vorliegt.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.