In den sozialen Netzwerken und in den Medien wird wild spekuliert, ob Venezuela plötzlich eine Bitcoin-Reserve in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar besitzen soll. Das müssen Anleger jetzt wissen, und das bedeutet es für ihr Depot.
Gerüchte gehen um, dass es in Venezuela eine Schattenreserve in Höhe von 600.000 Bitcoins (fast 60 Milliarden US-Dollar) gibt. Das steckt dahinter.
Massive Krypto-Reserve in Venezuela?
Zurück gehen die Spekulationen rund um eine Krypto-Reserve von Venezuela auf Investigativjournalisten wie Bradley Hope. Die Theorie: Diese Bestände sollen durch die Umwandlung von Goldreserven und Ölgeschäfte angehäuft worden sein.
„Quellen beschreiben einen Schweizer Anwalt, der den Zugriff auf die Wallets kontrolliert“, sagte Hope.
Ari Redbord, globaler Leiter der Abteilung für politische Angelegenheiten beim Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs, erklärte kürzlich zudem, dass es Anzeichen für Krypto-Aktivitäten in Venezuela gäbe.
Er sagte: „Während wir noch mögliche Krypto-Bestände des Maduro-Regimes untersuchen, ist es wichtig festzuhalten, dass das Maduro-Regime schon seit Jahren mit Kryptowährungen experimentiert – tatsächlich lange vor den meisten anderen Regierungen.“
Weiter führte er aus: „Die Regierung hat die staatlichen Einrichtungen angewiesen, auf Krypto-basierte Zahlungsmechanismen umzusteigen, insbesondere für Transaktionen im Zusammenhang mit Öl und grenzüberschreitende Transaktionen.“
Allerdings sind längst nicht alle Experten von dieser These überzeugt.
„Wenn sie tatsächlich 600.000 Bitcoin besaßen, dann haben sie es geschafft, eine Menge Blockchain-Analysten zu täuschen“, sagte Frank Weert, Mitbegründer von Whale Alert, gegenüber Cointelegraph und fügte hinzu: „Sie müssen für eine solche Behauptung stichhaltige Beweise vorlegen.“
Was bedeutet das für Anleger?
Es ist also nicht klar, ob eine Krypto-Reserve in Venezuela existiert oder nicht. Große Auswirkungen auf den Krypto-Markt und die Portfolios von Anlegern dürfte das aber nicht haben. Mehrere politische US-Kommentatoren gehen davon aus, dass die Vereinigten Staaten im Falle der Existenz der Bestände vermutlich versuchen werden, diese zu konfiszieren und der eigenen staatlichen BTC-Reserve hinzuzufügen.
Angst vor einem Verkauf solcher großer Bestände müssen Anleger vermutlich vorerst nicht haben.
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