EDELMETALL-REPORT

Gold-Preis: Der Optimismus der Profis klettert auf ein neues Rekordniveau

Gold-Preis: Der Optimismus der Profis klettert auf ein neues Rekordniveau
03.08.2016 13:51:00

Der am Freitagabend veröffentlichte aktuelle Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission hatte so manche Überraschung parat. Von Jörg Bernhard

Einmal pro Woche erfahren die Akteure an Goldmärkten, welche Transaktionen unter den kommerziellen Branchenangehörigen (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) getätigt wurden und wie sich dadurch deren Markterwartung verändert hat. In der Woche zum 26. Juli gab es zwei Auffälligkeiten zu vermelden. Erstens: Bei der Anzahl offener Kontrakte - dem so genannten Open Interest - war ein überdurchschnittlich starker Rückgang von 617.069 auf 576.325 Kontrakte (-6,6 Prozent) registriert worden. Zweitens: Die Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) der spekulativen Marktakteure wies ein neues Allzeithoch aus.



Großspekulanten, die ihre Long-Seite innerhalb einer Woche um über 70.000 Kontrakte aufgestockt und zugleich ihr Short-Exposure um über 12.000 Futures reduziert haben, waren hierfür hauptverantwortlich. Dies hinterließ natürlich heftige Spuren in deren Netto-Long-Position, die dadurch von 285.911 auf 368.955 Futures (+29,1 Prozent) emporschnellte. Unter den Kleinspekulanten nahm der Optimismus deutlich weniger dynamisch zu. Deren Netto-Long-Position kletterte "lediglich" von 29.566 auf 30.068 Kontrakte (+1,7 Prozent), was nichtsdestotrotz den stärksten Optimismus seit Februar 2013 darstellte.


Aus charttechnischer Sicht kann man dem gelben Edelmetall weiterhin ein hohes Maß an relativer Stärke attestieren. Der Timingindikator Relative-Stärke-Index zeigt angesichts eines aktuellen Werts von unter 60 Prozent allerdings weder eine überkaufte (größer 70 Prozent) noch eine überverkaufte Situation (kleiner 30 Prozent) an. Trotz starker Aktienmärkte blieb der Krisenschutz stark gefragt und bewegte sich nur unwesentlich unter seinem Anfang des Monats markierten Zweijahreshoch. Das Anfang des Jahres ausgelöste Trendwechselsignal nach oben bleibt daher weiterhin gültig, zumal sich sowohl die mittelfristige 100-Tage-Linie als auch die langfristige 200-Tage-Linie in einem seit Monaten intakten Aufwärtstrend bewegt. So etwas sehen chartorientierte Investoren in der Regel besonders gerne.

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Bildquelle: 123RF

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