Seit dem Rekordhoch vom 7. August bei 2075,19 Dollar befindet sich der Goldpreis in einer Konsolidierungsbewegung. Diese wollen wir uns mit einer frischen Inline-Optionsscheinposition zunutze machen. Bei der Auswahl konzentrieren wir uns auf jene 25 noch mit Briefkursen ausgestatteten Scheine, die im Dezember 2020 oder März 2021 auslaufen. Davon wiederum weist ein Dutzend ein Gewinnpotenzial von mindestens einem Drittel auf.

Wir entscheiden uns für einen noch sechs Monate laufenden Inliner, der ein Gewinnpotenzial von 62 Prozent aufweist, womit dann eine Pro-Anno-Rendite von etwa 160 Prozent erzielt werden würde. Dazu muss der Goldpreis innerhalb der Spanne 1650 bis 2250 Dollar bleiben. Über die obere Schwelle müsste man sich erst nach dem Ausbruch auf ein neues Allzeithoch Gedanken machen, was aber noch dauern kann, was den Schein wegen der anfallenden Zeitwertgewinne stabilisieren würde.

Die Stop-loss-Strategie wird zunächst auf die Unterstützungen ausgerichtet. Für den Bruch der Schwelle bräuchte es beim Goldpreis ein Fünfmonatstief. Ein solches stünde erst zur Debatte, wenn die starke März-August-Aufwärtswelle unter dem 61,8-Prozent-Fibonacci-Retracement um 1825 Dollar beendet ist. Dann aber kommt als entscheidende Unterstützung noch die steigende 200-Tage-Linie ins Spiel, welche derzeit bereits um 1710 Dollar verläuft. Für den Inline-Optionsschein wird ein erster tiefer Stopp bei 2,25 Euro platziert.

Name Gold-Inline-Optionsschein
WKN SR92PH
Aktueller Kurs 5,54 € / 6,19 €
Schwellen 1650,00 $ / 2120,00 $
Laufzeit 19.03.21
Stoppkurs 2,25 €
Zielkurs 10,00 €
Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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