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Goldpreis: Bei den Profis kehrt die Vorsicht zurück

Goldpreis: Bei den Profis kehrt die Vorsicht zurück
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08.02.2018 03:10:00

Erstmals seit sechs Wochen sind laut Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC die Terminmarktprofis bei Gold-Futures wieder skeptischer geworden. Von Jörg Bernhard



Einmal pro Woche erfahren die Akteure an den Goldmärkten von der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC), wie sich bei Gold-Futures das Marktsentiment entwickelt hat. Der sogenannte Commitments of Traders-Report zeigt zum Beispiel auf, ob das allgemeine Interesse an Gold-Futures im Vergleich zur Vorwoche zugenommen oder abgenommen hat. Ablesbar wird dies durch die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest), wobei einem Future (zumindest papiermäßig) 100 Feinunzen Gold zugrunde liegen. Besonders aussagekräftig wird das Update für Investoren aber vor allem dadurch, dass man konkrete Stimmungen diverser Gruppen von Marktakteuren erkennen und interpretieren kann. So zeigt der Marktbericht auf, wie sich innerhalb einer Woche die Transaktionen der kommerziellen Branchenangehörigen (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) entwickelt haben. Daraus kann man dann erkennen, wer optimistischer, wer skeptischer und wer pessimistischer geworden ist.



In der Woche zum 30. Januar war beim allgemeinen Interesse, welches in der Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) zum Ausdruck kommt, ein Minus von 582.400 auf 559.300 Kontrakte (-4,0 Prozent) registriert worden. Bei der kumulierten Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten gab es eine ähnliche Entwicklung zu berichten. Hier ging es nämlich von 234.600 auf 225.100 Futures (-4,0 Prozent) nach unten. Die wachsende war sowohl unter Großspekulanten als auch unter Kleinspekulanten zu beobachten. Große Terminspekulanten haben innerhalb einer Woche ihre Netto-Long-Position von 214.700 auf 207.300 Kontrakte (-3,4 Prozent) zurückgefahren. Bei kleinen Terminspekulanten hat sich die Netto-Long-Position von 19.900 auf 17.800 Futures (-10,6 Prozent) reduziert. Fazit: Die Verkaufswelle an den internationalen Aktienmärkten und beim Bitcoin hat sich beim Goldpreis bislang kaum niedergeschlagen. Was nicht ist, kann aber noch werden. Derzeit bewerten Anleger die gestiegenen Zinsen offensichtlich als dominierenden Belastungsfaktor für den Vermögensschutz Gold.


Auf Seite 2: LBMA-Umfrage konstatiert Gold wenig Potenzial

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Bildquelle: Michael Buholzer/Reuters

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