EDELMETALL-REPORT

Goldpreis: Bei den Profis keimt vorsichtiger Optimismus

Goldpreis: Bei den Profis keimt vorsichtiger Optimismus
19.09.2018 04:00:00

Laut aktuellem Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat sich die miserable Stimmung unter den Terminmarktprofis spürbar aufgehellt. Von Jörg Bernhard



Einmal pro Woche blicken die Akteure an den Goldmärkten mit großer Aufmerksamkeit auf den von der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) veröffentlichten Bericht über die aktuelle Gemütslage an den Terminmärkten. Dieser sogenannte Commitments of Traders-Report zeigt detailliert auf, wie sich auf Wochensicht das allgemeine Interesse an Gold-Futures entwickelt hat. Messbar wird dies durch die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest).



Zur Erinnerung: Ein Future repräsentiert in Papierform den Gegenwert von 100 Feinunzen Gold. Besonders aussagekräftig wird das Update für Investoren aber in erster Linie dadurch, dass man sich über konkrete Stimmungen diverser Gruppen von Marktakteuren informieren kann. So zeigt der Bericht auf, wie sich im Vergleich zur Vorwoche die Launen der kommerziellen Branchenangehörigen (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) verändert haben. Dadurch erfahren die Anleger dann, wer optimistischer, wer skeptischer und wer pessimistischer geworden ist.


An den Terminmärkten hat in der Woche zum 11. September der Verkaufsdruck der spekulativen Marktakteure spürbar nachgelassen. Selbiges trifft auf das allgemeine Interesse an Gold-Futures zu, schließlich hat sich die Anzahl offener Kontrakte von 473.100 auf 469.500 Kontrakte (-0,8 Prozent) leicht reduziert.

Die in der Vorwoche zu beobachtende kumulierte Netto-Short-Position (Pessimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten in Höhe von minus 6.500 Futures hat sich komplett aufgelöst und weist nunmehr eine neutrale Marktmeinung aus. Zu verdanken war dies in erster Linie den Großspekulanten, die ihre Short-Seite deutlich stärker als ihr Long-Exposure reduziert haben. Dadurch hat sich deren Netto-Short-Position (Pessimismus überwiegt) von minus 13.100 auf minus 7.600 Futures nahezu halbiert.

Unter den Kleinspekulanten sieht die aktuelle Stimmungslage etwas anders aus. Sie haben nämlich ihre Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) im Berichtszeitraum von 7.000 auf 7.600 Kontrakte nach oben geschraubt. Von einem markanten Stimmungswechsel unter den Terminspekulanten kann zwar generell noch nicht gesprochen werden, der größte Verkaufsdruck scheint aber erst einmal zum Erliegen gekommen sein. Ein massives Einstiegssignal sieht sicherlich anders aus.

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Bildquelle: Leonhard Foeger/Reuters

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