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Goldpreis: Nach dem jüngsten Aufbäumen verlässt die Profis schon wieder der Mut

Goldpreis: Nach dem jüngsten Aufbäumen verlässt die Profis schon wieder der Mut

WKN: A2AJ0M ISIN: US34634E1029 FORM Holdings Corp

27.09.2018 03:40:00

Die Stimmung unter großen Terminspekulanten kann laut aktuellem Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) weiterhin als ausgesprochen negativ bezeichnet werden. Von Jörg Bernhard



Woche für Woche beobachten die Akteure an den Goldmärkten mit erhöhter Aufmerksamkeit den von der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) veröffentlichten Commitments of Traders-Report. Dieser Stimmungsbericht zeigt auf, wie sich die Launen der Terminmarktakteure entwickelt haben. Zum einen beinhaltet der Wochenbericht aktuelle Zahlen zum allgemeinen Interesse an Gold-Futures, welches sich durch die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) ablesen lässt. Zum anderen ermöglicht das Update aber vor allem ein aktuelles Bild über die Stimmung der verschiedenen Marktakteure. Dadurch erfahren Anleger, wie sich innerhalb einer Woche die Positionen der kommerziellen Branchenangehörigen (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) verändert haben. Dies erlaubt dann Rückschlüsse, wer optimistischer, wer skeptischer und wer pessimistischer geworden ist.



An den Terminmärkten gab es in der Woche zum 18. September eine sich eintrübende Stimmung unter großen Terminspekulanten zu vermelden. Während die Anzahl offener Kontrakte, welche das allgemeine Interesse an Gold-Futures zum Ausdruck bringt, kaum verändert hat, ging es mit der kumulierten Netto-Short-Position (Pessimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten kräftig bergab, und zwar von minus 13 auf minus 1.700 Futures. Verantwortlich für diese Stimmungsverschlechterung waren ausschließlich Großspekulanten, deren Netto-Short-Position (Pessimismus überwiegt) von minus 7.600 auf minus 10.800 Futures abgesunken ist.


Völlig konträr dazu entwickelte sich die Gemütslage der Kleinspekulanten. Deren Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) hat sich nämlich im Berichtszeitraum von 7.600 auf 9.200 Kontrakte erhöht. Seit Monaten herrscht an den Terminmärkten hinsichtlich Gold-Futures keine gute Stimmung. Der historisch hohe Pessimismus der spekulativen Marktakteure lässt nun aber den Schluss zu, dass die Wetten auf einen fallenden Goldpreis positioniert sind - ob sie aufgehen werden, steht aber auf einem anderen Blatt.

Auf Seite 2: Aktuelles Gold/Wiesnbier-Ratio veröffentlicht

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Bildquelle: Leonhard Foeger/Reuters

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