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Goldpreis: Neuer Dämpfer für die Optimisten

Goldpreis: Neuer Dämpfer für die Optimisten
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10.11.2018 03:40:00

Der aktuelle Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) war von einem Comeback der Skepsis großer Terminspekulanten gekennzeichnet. Von Jörg Bernhard



In der Woche zum 30. Oktober wurde es mit Blick auf die Gold-Futures wieder etwas ruhiger. So hat sich zum Beispiel die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) von 477.800 auf 474.900 Kontrakte leicht reduziert. Ein deutlich kräftigerer Abschwung war hingegen bei der kumulierten Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten zu beobachten. Auf Wochensicht kam es hier zu einem kräftigen Rückgang von 46.500 auf 31.200 Kontrakte (-32,9 Prozent), was allerdings ausschließlich auf die wachsende Skepsis großer Terminspekulanten (Non-Commercials) zurückzuführen war. Weil sie ihr Long-Engagement um über 23.800 Kontrakte und ihr Short-Exposure um lediglich 7.600 Futures reduziert haben, schlug sich dies in einem markanten Rückgang der Netto-Long-Position von 29.400 auf 13.200 Kontrakte (-55,1 Prozent) nieder.



Kleinspekulanten (Non-Reportables) wurden hingegen zum dritten Mal in Folge optimistischer. Hier hat sich die Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) auf Wochensicht von 17.100 auf 18.000 Kontrakte (+5,3 Prozent) spürbar erhöht. Damit fällt der Optimismus der Kleinspekulanten stärker aus als unter den Großspekulanten, obwohl Letztere eine um den Faktor vier höhere Anzahl an Futures halten. In den vergangenen Jahren lag deren Optimismus meist deutlich über dem Vergleichswert der Kleinspekulanten. Diese vermeintliche Gesetzmäßigkeit trifft seit Ende Juli nicht mehr zu. So waren in den vergangenen 13 Wochen Kleinspekulanten bereits elfmal optimistischer gestimmt, als die Terminspekulanten, die das "ganz große Rad drehen". Sobald die großen Adressen wieder zur treibenden Kraft werden, dürfte dies den Goldpreis in deutlich höhere Regionen hieven.


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Bildquelle: Leonhard Foeger/Reuters

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