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Goldpreis-Report: Nach der jüngsten Rallye nehmen sich die Profis eine Pause

Goldpreis-Report: Nach der jüngsten Rallye nehmen sich die Profis eine Pause
14.04.2016 07:30:00

An den Terminmärkten geriet das Interesse an Gold-Futures ins Stocken. Laut dem am Freitagabend veröffentlichten Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission wurden vor allem Kleinspekulanten skeptischer. Von Jörg Bernhard

Nachdem der Gold von Januar bis März mit über 16 Prozent Kursgewinn das beste Quartal seit fast 30 Jahren erzielt hat, schaltete er im April einen Gang zurück. Dies belegte auch der wöchentliche CoT-Report der CFTC. Er gibt regelmäßig Auskunft, welche Transaktionen kommerzielle Branchenangehörige (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) bei Gold-Futures auf Wochensicht getätigt haben. Von einer Netto-Long-Position wird gesprochen, wenn der Optimismus überwiegt. Eine Netto-Short-Position liegt hingegen vor, wenn die Short-Seite größer als das Long-Exposure ausfällt - der Pessimismus also dominiert. In der Woche zum 5. April war bei der Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) - wodurch das allgemeine Interesse an Gold ersichtlich wird - gegenüber der Vorwoche ein leichtes Minus von 480.461 auf 474.094 Kontrakte (-1,3 Prozent) registriert worden.



Der Optimismus großer und kleiner Terminspekulanten hat in diesem Jahr zwar kräftig zugenommen, gönnt sich im April aber offensichtlich eine kleine Atempause. Auf Wochensicht war bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) ein minimaler Rückgang von 207.964 auf 207.245 Kontrakte (-0,4 Prozent) zu registrieren. Damit wird der Stand zum Jahresultimo in Höhe von 15.335 Futures aber weiterhin um ein Vielfaches übertroffen.

Große und kleine Terminspekulanten haben allerdings nicht "an einem Strang gezogen". Eine wachsende Skepsis war insbesondere unter den Kleinspekulanten auszumachen. Großspekulanten haben hingegen ihre Long-Seite stärker als ihr Short-Engagement erhöht. Dies ließ deren Netto-Long-Position von 189.806 auf 190.400 Futures (+0,3 Prozent) leicht ansteigen, was den stärksten Optimismus seit November 2012 darstellte.

Bei den Kleinspekulanten bremste hingegen eine massive Reduktion der Long-Seite die Zuversicht bezüglich Gold. Deren Netto-Long-Position hat sich dadurch im Vergleich zur Vorwoche von 18.158 auf 16.845 Gold-Futures (-7,2 Prozent) signifikant ermäßigt. Alles in allem kann man Gold derzeit eine ausgesprochen gesunde Verfassung attestieren - sowohl mit Blick auf die fundamentale als auch auf die charttechnische Gemengelage. Ungemach droht erst im Bereich der psychologisch wichtigen Marke von 1.200 Dollar.

Auf Seite 2: China und Russland kaufen weiterhin Gold

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