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Goldpreis: So pessimistisch waren die Profis noch nie

Goldpreis: So pessimistisch waren die Profis noch nie

WKN: 931020 ISIN: US7135693098 Per-Se Technologies Inc.

16.08.2018 02:35:00

Der aktuelle Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission wies bei Großspekulanten eine rekordhohe Short-Position aus. Von Jörg Bernhard



Einmal pro Woche verfolgen die Akteure an den Goldmärkten mit großer Aufmerksamkeit den von der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) veröffentlichten Bericht über die aktuelle Stimmung an den Terminmärkten. Dieser sogenannte Commitments of Traders-Report zeigt unter anderem auf, wie sich im Vergleich zur Vorwoche das allgemeine Interesse an Gold-Futures entwickelt hat.



Messbar wird dies durch die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest), wobei einem Future papiermäßig der Gegenwert von 100 Feinunzen Gold zugrunde liegt. Besonders interessant wird das Update für Investoren aber vor allem dadurch, dass man sich über konkrete Stimmungen diverser Gruppen von Marktakteuren informieren kann. So zeigt der Bericht auf, wie sich innerhalb einer Woche die Transaktionen der kommerziellen Branchenangehörigen (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) verändert haben. Daraus können Anleger dann ableiten, wer optimistischer, wer skeptischer und wer pessimistischer geworden ist.


In der Woche zum 7. August gab es erneut keinen Stimmungswechsel unter den Terminmarktprofis zu vermelden. Leicht bergauf ging es lediglich mit dem allgemeinen Interesse an Gold-Futures. So hat sich die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) innerhalb einer Woche von 452.700 auf 459.500 Kontrakte (+1,5 Prozent) erhöht.

Ein kräftiger Dämpfer gab es jedoch zum vierten Mal in Folge bei den spekulativen Marktakteuren zu beobachten. Die kumulierte Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten rutschte nämlich von 47.900 auf 25.600 Futures (-46,6 Prozent) kräftig in den Keller. Dies stellte den geringsten Optimismus seit Januar 2016 dar.

Große Terminspekulanten waren für diese Negativtendenz hauptverantwortlich. Sie haben nämlich auf der einen Seite ihr Long-Exposure um 1.000 Kontrakte reduziert und zugleich ihre Short-Seite um fast 22.000 Futures nach oben gefahren. Dadurch musste deren Netto-Long-Position ein empfindliches Minus von 35.300 auf 12.700 Futures (-64,0 Prozent) hinnehmen.

Kleinspekulanten sind auf Wochensicht indes "einen Tick" optimistischer geworden, was sich an der von 12.600 auf 12.900 Kontrakte (+2,4 Prozent) gestiegenen Netto-Long-Position abzulesen war. Vor allem unter den Großspekulanten kann die Stimmung als "stark überverkauft" bezeichnet werden. Im Dezember 2015 war deren Stimmung noch deutlicher im Keller. Wichtig zu wissen: Damals folgte beim Goldpreis eine siebenmonatige Kursrally mit einem Kurssprung von über 300 Dollar.

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Bildquelle: Arnd Wiegmann/Reuters

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