Sehr schnell aufgegangen ist unsere Silber-Spekulation, denn nach nur drei Wochen gibt es bereits ein Plus von annähernd 40 Prozent. Damit wurde der mögliche Gewinn zu mehr als zwei Drittel und fast zwei Monate vor dem Laufzeitende eingefahren. Unter Chance-Risiko-Aspekten sollte man den Ertrag nun mitnehmen und kann direkt in einen Nachfolgeschein wechseln.

Bei diesem wird zwar einerseits die Laufzeit deutlich ausgeweitet, und zwar auf gut acht Monate bis nach Weihnachten. Sowohl die untere als auch die obere Schwelle lassen aber sogar noch mehr Puffer. Bleibt die Range 11,00 bis 21,00 Dollar intakt, dann stellt sich bei dem Silber-Inline-Optionsschein ein Plus von 88 Prozent ein. Nach der kräftigen Erholung des Silberpreises seit Mitte März liegt die untere Schwelle noch immer näher als die obere. Der Schein würde derzeit also tendenziell nicht nur von der fortschreitenden Zeit, sondern auch von weiter anziehenden Notierungen Richtung 16,00/16,50 Dollar profitieren, wo sich ohnehin ein robuster Widerstandsbereich befindet.

Die 21-Dollar-Schwelle wurde seit Juli 2016 nicht mehr gesehen und geriete erst über dem 2019er-Hoch 19,65 Dollar in Gefahr. Für einen Knock-Out auf der Unterseite würde es sogar ein Elfjahrestief brauchen. Hier kann man auf die auch von der Fibonacci-Analyse bestätigten Unterstützungszone um 13,00/13,80 Dollar setzen. Auf einen fixen Stoppkurs wird zunächst verzichtet.



Name Silber-Inliner
WKN SR6UTV
Aktueller Kurs 4,96 € / 5,31 €
Schwellen 11,00 $ / 21,00 $
Laufzeit 18.12.20
Stoppkurs -
Zielkurs 10,00 €


Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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