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Silberpreis: Gemischte Gefühle zum Jahresstart

Silberpreis: Gemischte Gefühle zum Jahresstart
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10.01.2019 03:20:00

Der Silberpreis startete mit leichten Kursgewinnen ins Jahr 2019. Seit dem Jahresultimo beläuft sich das Plus auf Dollarbasis auf 0,6 Prozent und in Euro gerechnet auf 0,8 Prozent. Von Jörg Bernhard



Nach einer enttäuschenden Performance in 2018 darf man nun gespannt sein, ob das als Industriemetall und Alternativwährung anerkannte Edelmetall in diesem Jahr zu einer Aufholjagd ansetzen wird. Aufzuholen gibt es einiges, schließlich kostete eine Feinunze Silber im Jahr 2011 fast 50 Dollar. Das dicke Minus im vergangenen Jahr in Höhe von 8,5 Prozent war vor allem auf die massiven Verkäufe großer Terminspekulanten zurückzuführen. Ob sich deren Laune gegen Ende des Jahres nochmals deutlich aufgehellt hat, lässt sich derzeit aber nicht feststellen. Grund: In den vergangenen beiden Wochen entfiel wegen des gegenwärtigen Stillstands der US-Regierungsgeschäfte der Commitments of Traders-Report, der im wöchentlichen Rhythmus über die Stimmung der verschiedenen Gruppen von Terminmarktakteuren berichtet.



Die US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission hat wegen des US-Haushaltsstreits ("Shutdown") diese Dienstleistung vorübergehend eingestellt. Davon betroffen sind natürlich nicht nur die in der Finanzwelt als nicht ganz so wichtig eingestuften Silber-Futures, sondern sämtliche Terminkontrakte aller US-Terminbörsen. Da insbesondere die Rohstoff- und Edelmetallpreise von den Terminspekulanten stark beeinflusst werden, fehlen den Silberanlegern nun wichtige Informationen zur Beurteilung der aktuellen Marktstimmung.


Im vergangenen Jahr litt der Silberpreis vor allem unter den massiven Verkäufen großer Terminspekulanten (Non-Commercials). Dies hat dazu geführt, dass sie in 25 von insgesamt 51 Wochen eine Netto-Short-Position (Pessimismus überwiegt) ausgewiesen hatten. Eine besonders lange "Durststrecke" über 17 Wochen gab es von Mitte August bis Anfang Dezember zu vermelden. Eine solch hartnäckige Pessimismus-Phase hat es seit über 20 Jahren nicht gegeben. Im Tief waren Großspekulanten am 4. September mit fast 29.000 Kontrakten netto short. Doch die miese Stimmung scheint mittlerweile Geschichte zu sein, schließlich war für den 18. Dezember wieder eine Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) von fast 20.000 Kontrakte ausgewiesen worden. Bleibt zu hoffen, dass der von US-Präsident Donald Trump am Freitag angedrohte "Shutdown" über Monate oder Jahre nicht eintreten wird, schließlich liefert der wöchentliche Stimmungsbericht der CFTC ausgesprochen nützliche und für eine Anlageentscheidung sehr wichtige Informationen.

Auf Seite 2: Silberchart liefert starkes Kaufsignal

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Bildquelle: Julian Mezger

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