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EDELMETALLE

Silberpreis sackt stark ab - wie weit geht die Silber-Talfahrt?

Silberpreis sackt stark ab - wie weit geht die Silber-Talfahrt?
05.07.2022 14:50:58

Der Silberpreis wird seit einigen Tagen von der heftigsten Verkaufswelle seit etwa drei Jahren heimgesucht. Druck kommt vor allem vom Terminmarkt, wo sich kurzfristig orientierte Spekulanten von ihren Silber-Positionen verabschieden. Charttechnisch hat sich die Lage eingetrübt. Längerfristig sieht es hingegen besser aus.

Der am Freitagabend veröffentlichte Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC zeigt, dass sich die Akteure am Silber-Terminmarkt derzeit umorientieren. Die kumulierten Netto-Long-Positionen, die auf steigende Silberpreise setzen, ist von 27.250 in der Vorwoche auf 18.500 Kontrakte um fast ein Drittel eingebrochen. Das ist der stärkste Rückgang seit Mai 2019. Zudem haben Großspekulanten (Non-Commercials) ihr Short-Exposure um 5.000 Futures aufgestockt und zugleich ihre Long-Seite um rund 1.500 Kontrakte gestutzt. Die Netto-Long-Positionen sind von 18.400 auf 10.900 Kontrakte eingebrochen.

Jim Rogers: "Schwerster Bärenmarkt meines Lebens"


Am Rohstoffmarkt herrscht seit etwa vier Wochen ein hohes Maß an Verunsicherung. Das äußert sich in einer erhöhten Schwankungsbreite auch beim Silber. Rohstoff-Experte Jim Rogers äußerte sich Ende Juni zum Thema Edelmetalle. In einem Interview mit der indischen Redaktion von "ET Now" warnte er vor einer langanhaltenden Hausse an den Finanzmärkten. Er sprach vom schwersten Bärenmarkt seines Lebens.

Er sagte, Silber und Gold seien wahrscheinlich weniger riskant als andere Dinge. Dies bedeute aber nicht, dass die Edelmetalle schockresistent seien. Er halte sich mit Käufen noch zurück. "Aber ich werde wahrscheinlich mehr Silber kaufen, wenn der Preis noch ein bisschen weiter fällt", so Rogers. Silber und Agrar-Investments hält er innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre als die am wenigsten gefährlichen Investments. Denn Gold und Silber könnten auch zur Absicherung gegen Inflation dienen. "Zugleich bleiben ihre Preise in Krisenzeiten in der Regel relativ stabil."

Chart zeigt weiteres Abwärtspotenzial


Silber, das stärker als Gold auch als Industriemetall Anwendung findet, befindet sich in einem Abwärtstrend. Mit dem Fall unter die 20-Dollar-Marke muss nun kurzfristig mit weiter abwärts tendierenden Silberpreisen gerechnet werden. Auf eine Unterstützungszone trifft Silber nun zwischen 17 und 18 Dollar (siehe Chart).

Längerfristige eignen sich sowohl Silber als auch Gold in physischer Form als eine defensive Beimischung zum Portfolio. Silber reagiert auf Konjunktur-Einflüsse volatiler, da das Edelmetall auch in der Industrie eingesetzt wird. Anleger sollten in den kommenden Wochen ihre Bestände allmählich aufstocken. Die Chancen nach oben sind größer als die Risiken nach unten. mmr


Bildquelle: BÖRSE ONLINE

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