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Silberpreis: Unter den Terminmarktprofis keimt neue Zuversicht

Silberpreis: Unter den Terminmarktprofis keimt neue Zuversicht
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14.03.2018 11:10:00

Laut aktuellem Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC sind große Terminspekulanten wieder netto long, also mehrheitlich optimistisch gestimmt. Von Jörg Bernhard



Im wöchentlichen Rhythmus veröffentlicht die CFTC, welche Tendenzen an der Terminbörse Commodity Exchange (Comex) hinsichtlich Silber-Futures zu beobachten waren. Unter anderem erfahren die Marktakteure zum Beispiel, ob das allgemeine Interesse an Silber-Futures auf Wochensicht gestiegen oder gefallen ist. Dies wird durch die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) angezeigt, wobei ein Silber-Future auf dem Papier den Gegenwert von 5.000 Feinunzen Silber bewegt. Besonders interessant wird der Commitments of Traders-Report aber vor allem durch Informationen über die konkreten Transaktionen diverser Gruppen von Marktakteuren. Daraus lassen sich nämlich die Stimmungsschwankungen kommerzieller Branchenangehöriger (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) ablesen. Die Daten zeigen nämlich auf, wer optimistischer, wer skeptischer und wer pessimistischer geworden ist.



In der Woche zum 6. März gab es eine wichtige Besonderheit zu vermelden. Große Terminspekulanten (Non-Commercials) haben den Silber-Future massiv gekauft und zugleich ihr Short-Exposure signifikant reduziert - mit erheblichen Konsequenzen. Aus der in der Woche zuvor gemeldeten ersten Netto-Short-Position (Pessimismus überwiegt) seit fünfzehn Jahren in Höhe von minus 1.500 Kontrakten wurde wieder eine Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) von plus 6.200 Futures. Bei der kumulierten Netto-Long-Position großer und kleiner Spekulanten schlug sich dies in einem kräftigen Wochenplus nieder. Sie erhöhte sich im Vergleich zur Vorwoche von 14.500 auf 21.800 Kontrakte (+50,3 Prozent), was dem stärksten prozentualen Anstieg seit zwei Monaten entsprach.


Besonders interessant: Der von Großspekulanten ausgehende Verkaufsdruck könnte nun auslaufen. In der Vergangenheit folgten auf Phasen, in denen diese Gruppe von Marktakteuren wenig optimistisch oder gar pessimistisch war, häufig stark steigende Silberpreise. Im April 2003 waren zum Beispiel Großspekulanten letztmals mehrheitlich pessimistisch gestimmt (netto short). Damals kostete Silber weniger als fünf Dollar und vervielfachte sich bis 2008 auf 20 Dollar und bis 2011 sogar auf fast 50 Dollar. Mit einem solch "bullishen" Szenario ist derzeit zwar nicht zu rechnen, auf dem reduzierten Niveau sind die Chancen für eine markante Erholungsrally aber recht hoch.

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Bildquelle: Julian Mezger

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