Der Silberpreis steht am Donnerstag massiv unter Druck und womöglich könnte der Kurs noch weiter fallen. Was diese berüchtigte US-Bank damit zu tun hat und weshalb Anleger regelrecht abgezockt werden könnten.
Seit Anfang März ist der Preis von Silber um 30 Prozent gefallen und allein am Donnerstag ging es nochmals um 7 Prozent nach unten, wodurch sogar die Marke von 70 US-Dollar durchbrochen wurde.
Diese Kursverluste könnten kein Zufall sein. Eine berüchtigte US-Bank hat hier womöglich ihre Finger im Spiel.
Werden Anleger jetzt bei Silber abgezockt?
Konkret geht es dabei um den systematischen US-Händler Jane Street. Diese Bank machte in der Vergangenheit immer wieder mit zumindest fragwürdigen Praktiken auf sich aufmerksam. So gab es vor Kurzem den Verdacht der Marktmanipulation im indischen Optionsmarkt, der mehrheitlich von Retail-Anlegern genutzt wird.
Doch was hat ein systematischer US-Händler mit Silber zu tun? Vor kurzem hatte Zerohedge darauf aufmerksam gemacht, dass Jane Street durch massive Käufe im vierten Quartal der größte iShares Silver Trust-Aktionär geworden ist und damit zu einer marktbewegenden Größe.
Nun warnte Zerohedge angesichts dieser Entwicklungen und des Kursverfalls bei Silber erneut auf X: „Wir haben bereits vor einem Monat davor gewarnt, dass die Entwicklung von Jane Street zum größten marginalen Preissetzer einen Rug Pull garantiert.“
Denn sollte Jane Street die massiven Bestände abziehen, die zuvor den Preis getrieben haben, dann könnte der Kurs deutlich fallen und für die Vielzahl an zuletzt eingestiegenen Retail-Anlegern könnte das massive Verluste bedeuten.
Was jetzt für Anleger wichtig ist
Keine guten Aussichten also für Silber-Anleger, doch fraglich ist, wie stark Jane Street den Preis des Edelmetalls im Fall der Fälle wirklich manipulieren könnte. Fakt ist: Die US-Bank hat definitiv einen fragwürdigen Ruf und das von Zerohedge beschriebene Szenario erscheint nicht gänzlich unwahrscheinlich.
Dennoch dürften mögliche Manipulationen nicht ewig andauern. Selbst die (vermutete) jahrelange Beeinflussung durch Großbanken beim Silberpreis endete schließlich 2025/2026 in einem massiven Anstieg.
Anleger, die langfristig bei Silber dabei sind, müssen sich daher zwar womöglich auf mehr Volatilität gefasst machen, können aber langfristig dabei bleiben.
Häufig gestellte Fragen
Warum steht der Silberpreis aktuell unter massivem Verkaufsdruck?
Der Silberpreis verzeichnete seit Anfang März 2026 einen Rückgang von 30 Prozent und durchbrach dabei die psychologisch wichtige Marke von 70 US-Dollar. Marktbeobachter führen diesen plötzlichen Kursverfall auf massive Positionsauflösungen durch große institutionelle Akteure zurück, was insbesondere Privatanleger (Retail-Anleger) unter Druck setzt.
Welche Rolle spielt die US-Bank Jane Street bei der aktuellen Entwicklung von Silber?
Jane Street ist durch massive Zukäufe im vierten Quartal zum größten Aktionär des iShares Silver Trust aufgestiegen und fungiert damit als maßgeblicher Preissetzer am Markt. Analysten von Zerohedge warnen vor einem sogenannten „Rug Pull“, bei dem der systematische Händler durch den schnellen Abzug großer Bestände eine künstliche Volatilität erzeugt, die den Silberpreis massiv nach unten drückt.
Wie sollten langfristige Silber-Anleger auf die aktuelle Marktvolatilität reagieren?
Trotz der kurzfristigen Turbulenzen und möglicher Marktmanipulationen durch Großbanken rät BÖRSE ONLINE langfristig orientierten Anlegern zur Ruhe. Da historische Preisbeeinflussungen in der Vergangenheit oft in starken Aufwärtsbewegungen endeten, wird die aktuelle Volatilität als temporäres Phänomen betrachtet, das die fundamentale Bedeutung von Silber als Edelmetall langfristig nicht mindert.