Mehrere WTI-Positionen, aber keine aktuelle auf Brent Oil haben wir derzeit am Laufen. Das soll sich ändern, zumal es aktuell interessante Gelegenheiten im Inliner-Bereich gibt. Bei der Nordsee-Sorte sind zwei bedeutende Trendlinien auszumachen, die immer mehr aufeinander zulaufen. So verläuft der durch die beiden Crash-Tiefs von 2016 und 2018 definierte Aufwärtstrend inzwischen um 56 Dollar und damit fast genau am markanten Zwischentief vom August.

Der Brent-Preis markierte im Laufe der vergangenen zwölf Monate aber auch zwei bedeutende Hochpunkte, und zwar im Oktober 2018 und im April 2019. Deren Verbindungslinie ließe momentan Kursavancen bis etwa 68 Dollar zu. Möchte man sich also im Inliner-Bereich positionieren und noch einen gewissen Puffer im Falle eines Trendbruchs zulassen, dann bieten sich Schwellen bis maximal 54 Dollar und ab mindestens 70 Dollar an.

Dies vorausgesetzt bietet sich der Einstieg in einen bis Weihnachten laufenden Schein an, der sich in diesen gut drei Monaten nahezu verdreifachen kann. Die Range 54,00 bis 70,00 Dollar muss bis zum 20. Dezember halten. Seit Mitte August wird der Schein gehandelt. Seitdem war Brent Oil am 3. September am nächsten an einer der beiden Schwellen dran, als ein Dreiwochentief bei 57,23 Dollar markiert wurde. Das entsprechende Tief beim Inliner lag knapp unter der Drei-Euro-Marke. Der erste Stoppkurs wird bei 1,80 Euro platziert.

Name Brent-Oil-Inliner
WKN SR3RCW
Aktueller Kurs 3,53 € / 3,73 €
Schwellen 54,00 $ / 70,00 $
Laufzeit 20.12.19
Stoppkurs 1,80 €
Zielkurs 10,00 €


Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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