Knapp zwei Monate vor dem Laufzeitende im Juni wollen wir uns auf die Suche nach dem unter Chance-Risiko-Aspekten lukrativsten Capped-Put auf eine Einzelaktie begeben. Allein der Emittent HVB hat gut 900 davon in seinem Angebot. Wir setzen mit der Commerzbank auf einen Basiswert, bei dem es gerade ein Verkaufssignal gab.

Erstmals wieder seit dem Herbst durchbrach die Bank-Aktie ihren 200-Tage-Durchschnitt, der bei genau fünf Euro und damit am Cap des ausgewählten Scheins HR4P3G verläuft. Notiert die Commerzbank-Aktie am 16. Juni bei höchstens 5,00 Euro, dann steigt die Position um 30 Prozent, womit sich eine Pro-Anno-Rendite von annähernd 500 Prozent ergäbe. Da der Break-even angesichts einer Basis bei 5,30 Euro bereits bei 5,07 Euro liegt, ist allerdings ein striktes Stop-loss-Management notwendig.


Eine Bärenfalle droht, wenn der gut einmonatige, um 5,10 Euro verlaufende Abwärtstrend überwunden werden kann. Auch die fallende, mittelfristig bedeutende 38-Tage-Linie sorgt für einen wichtigen Widerstand, derzeit aber noch bei 5,25 Euro, weshalb Stand jetzt die Reißleine bereits ab 5,10 Euro gezogen werden müsste. Dazu passt bezogen auf den Schein ein erster Stop loss bei 17 Cent, welcher wöchentlich um einen Cent angehoben werden sollte.



Name Commerzbank-Capped-Put
WKN HR4P3G
Aktueller Kurs 0,22 € / 0,23 €
Basis/Cap 5,30 € / 5,00 €
Laufzeit 16.06.21
Stoppkurs 0,17 €
Anpassung Stoppkurs +0,01 € / Woche
Zielkurs 0,30 €

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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