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DAX: Die Erholung für eine neue Short-Position nutzen

DAX: Die Erholung für eine neue Short-Position nutzen
20.03.2020 03:40:00

Der DAX dürfte tendenziell weiter fallen. Wo ein plausibles Ziel liegt und wie man bereits kräftig profitieren kann, wenn der Index im Mai nicht wieder bei 10.000 Punkten liegt. Von Stefan Mayriedl



Nach dem gestrigen Absturz auf ein Sechsjahrestief bei 8255 Punkte hat der DAX auf einem sehr bedeutendem Unterstützungsniveau nach oben gedreht: den Ausbruchsniveaus der Widerstände von 2000 und 2007/08. Die anschließende Erholung reichte bis zur 9000er-Zone hinauf. So weit so gut, aber machen wir uns nichts vor. Die globale Rezession wird die Börsen, insbesondere ausgehend von den immer noch viel zu hohen US-Indizes noch viel weiter gen Süden reißen.

Beim DAX beispielsweise wäre eine typische logarithmische 38,2-Prozent-Korrektur der im Jahr 2003 begonnenen Aufwärtsbewegung nach Fibonacci erst knapp unterhalb der 7000er-Marke vollzogen. Den Anstieg Richtung 9000 Punkte kann man deshalb dazu nutzen, einen Capped-Put zu kaufen. Der Schein PZ4AP0 wird um 33 Prozent steigen, sofern der Index am 15. Mai bei höchstens 9500 Punkten notiert.

Angesichts einer Basis bei 11.500 Zählern liegt der Break-even der Position genau an der 10.000er-Marke. Sollte man mit den Scheinen schief liegen, kann man immer noch die Reißleine ziehen. Stand jetzt würden wir uns an am 38,2-Prozent-Retracement des Absturzes um 10.400 Zähler orientieren. Dort liegt zudem das obere Ende einer Notierungslücke und als Stopp sollte zunächst ein Niveau von 7,75 Euro passen. Dieser wird börsentäglich um zehn Cent angehoben.



Name DAX-Capped-Put
WKN PZ4AP0
Aktueller Kurs 14,91 € / 15,01 €
Schwelle 11.800 Pkt.
Laufzeit 15.05.20
Stoppkurs 5,75 €
Anpassung Stoppkurs +0,10 €/Börsentag
Zielkurs 20,00 €
Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.


Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

www.smartanlegen.de


Bildquelle: Julian Mezger für Finanzen Verlag, BÖRSEONLINE

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